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© dpa
09.02.2015

Zwölfjährige missbraucht und erschlagen: 27-Jähriger vor Gericht

Ingolstadt. Für den Sexualmord an der kleinen Franziska muss sich ein 27 Jahre alter Mann von Montag an vor dem Schwurgericht Ingolstadt in Bayern verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die Zwölfjährige vor einem Jahr entführt, in Neuburg an der Donau sexuell missbraucht und erschlagen zu haben. Es sollen mehr als 100 Zeugen und fast 20 Sachverständige vernommen werden. Die Urteilsverkündung ist nach 20 Verhandlungstagen für Ende Mai geplant.

Der 27-Jährige muss sich auch wegen der Vergewaltigung einer 21-Jährigen und wegen sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen verantworten. Zudem soll er im Internet Kontakt mit sexuellem Hintergrund zu einem Kind aufgenommen haben.

Der Prozess beginnt mit dreiwöchiger Verspätung. Wenige Tage vor dem ursprünglich angesetzten Verfahrensstart war der Angeklagte von seinem Zellengenossen im Gefängnis niedergestochen worden. Die Sicherheitsauflagen wurden daraufhin noch einmal verschärft. Alle Zuschauer und selbst die Zeugen und Nebenkläger werden vor Betreten des Sitzungssaales nun auf Waffen durchsucht.