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Kristina Hänel hat eine Online-Petition mit dem Titel «Informationsrecht für Frauen zum Schwangerschaftsabbruch» gestart
Kristina Hänel hat eine Online-Petition mit dem Titel «Informationsrecht für Frauen zum Schwangerschaftsabbruch» gestartet. Foto: Merve Celebi
24.11.2017

Ärztin soll für Abtreibungen geworben haben

Gießen (dpa) - Vor Beginn des Prozesses um unerlaubte Werbung für Schwangerschaftsabbrüche in Gießen ist die angeklagte Ärztin am Gerichtsgebäude von Unterstützern empfangen worden.«Es geht um das gemeinsame Einstehen von Errungenschaften der Frauenbewegung», sagte die frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Ulla Schauws, am Morgen bei der Versammlung vor dem Amtsgericht. Etwa 400 Menschen bejubelten Unterstützungsreden für die Ärztin Kristina Hänel. Abtreibungsgegner waren zunächst nicht zu sehen.

Die Medizinerin muss sich vor Gericht verantworten, weil sie auf ihrer Homepage nicht nur über Schwangerschaftsabbrüche informiert, sondern auch angegeben haben soll, Abbrüche gegen entsprechende Kosten durchzuführen. Patientinnen konnten laut Staatsanwaltschaft über einen Link zu einem Dokument mit Details gelangen.

Die Ermittlungsbehörde sieht darin einen Verstoß gegen den Paragrafen 219a des Strafgesetzbuches. Die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Cornelia Möhring, forderte die Streichung des Paragrafen.

Die 61-jährige Ärztin Hänel gab keine Interviews vor dem Start des Prozesses. Einige Tage zuvor hatte sie der Deutschen Presse-Agentur gesagt, sie habe medizinische Informationen ins Netz gestellt, um Menschen aufzuklären und zu informieren.

Schreiberling
24.11.2017
Ärztin soll für Abtreibungen geworben haben

So ein Quatsch. Wie wenn ein Arzt, der seine Gebührenordnung online stellt, für medizinische Leistungen "werben" würde. Paragrafen kann man immer auslegen. Wenn man jemanden verurteilen will, denkt man sich eben die Begründung aus, die der eigenen Meinung am besten passt. Das Gesetz ist nur eine von vielen Möglichkeiten, ein Urteil zu begründen. Auch wenn ich persönlich Abtreibungen skeptisch gegenüber bin (ich halte es für einen großen Verlust für die Menschheit, wenn ich abgetrieben worden ...... mehr...

Anais
24.11.2017
Ärztin soll für Abtreibungen geworben haben

Kaum zu glauben. Da verhindert so ein alter Naziparagraph noch immer, dass Ärzte Menschen vernünftig informieren. :mad: Was wohl auf uns Frauen erst zukäme, wenn Personen wie Frau v. Storch das Sagen hätten, wo sogar eine Richterin aktuell diese Aussage für ein Argument hält: "Der Gesetzgeber möchte nicht, dass über den Schwangerschaftsabbruch in der Öffentlichkeit diskutiert wird, als sei es eine normale Sache." .... :confused:.... Ich hoffe, dieser Fall wird in letzter Instanz den ...... mehr...

OB-Kandidat
24.11.2017
Ärztin soll für Abtreibungen geworben haben

Ich denke, dass es nicht mehr so lange dauern wird. Es steht nämlich fest: Kinder sind der Klimakiller Nr. 1 Jedes Kind, das abgetrieben wird, hilft das Klima zu retten. Schliesslich gilt daher, und darin sind wir uns alle einig: Wir müssen alles daran setzen um unsere CO2-Bilanz wieder ins Lot zu bringen.... mehr...

Faelchle
25.11.2017
Ärztin soll für Abtreibungen geworben haben

Das soll jeder mit seinem Gewissen vereinbaren. Personen, die zum Christentum fern stehen, dürften da weniger Probleme damit haben. Im Stern outeten sich in den 70ern die Berger und Schwarzer über ihre Abtreibung. Ich habe jedenfalls mehr Respekt vor einer Verwandten, die vor 20 Jahren ungewollt schwanger wurde, in einer äußerst misslichen finananziellen Lage geriet und trotz allen Bedenken sich für das Kind entschied und alle Schwierigkeiten gemeistert hat. mehr...