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Die Liste der vom Fipronil-Skandal betroffenen Länder wird Tag für Tag länger. Foto: Vadim Ghirda
Die Liste der vom Fipronil-Skandal betroffenen Länder wird Tag für Tag länger. Foto: Vadim Ghirda
12.08.2017

Fipronil-Skandal: Jeder Vierte ist weniger Eier

Berlin (dpa) - Wegen des Fipronil-Skandals hat jeder vierte Erwachsene in Deutschland seinen Eierkonsum verändert: 16 Prozent essen dadurch weniger Eier als üblich, 10 Prozent essen gar keine Eier mehr, wie aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der dpa hervorgeht.65 Prozent der Befragten stehen dem Thema gelassen gegenüber - und essen weiter so viele Eier wie vorher.

15 Prozent der Befragten sagen, sie achten seit dem Nachweis von Fipronil darauf, in welchem Land die Eier erzeugt wurden. Fast jeder Zweite hat auch schon vorher darauf geachtet.

Im ZDF-«Politikbarometer» hatten zuvor fast zwei Drittel der Befragten gesagt, sie stünden dem Fipronil-Skandal gelassen gegenüber. Demnach sehen 61 Prozent der Befragten ihre Gesundheit dadurch nicht gefährdet, 36 Prozent hingegen schon, wie der Sender am Freitag mitteilte. Gleichzeitig möchten 73 Prozent der Befragten, dass die Gesetze und Kontrollen im Lebensmittelbereich verschärft werden, etwas mehr als jeder Vierte hält das nicht für notwendig.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium geht davon aus, dass rund 10,7 Millionen «möglicherweise mit Fipronil belastete Eier» aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert worden sind. Auf Vorschlag Deutschlands hin soll es Anfang September erste politische Gespräche über eine mögliche EU-Reaktion auf den Fipronil-Skandal geben. Von dem Skandal sind mehr als ein Dutzend EU-Länder betroffen.

Fipronil ist ein Insektizid, das in der Geflügelhaltung eigentlich nicht verwendet werden darf. In hohen Dosen kann die Substanz für Menschen gefährlich sein. Nach ersten Erkenntnissen gab es laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) keine Befunde mit einem möglicherweise gesundheitsschädlichen Gehalt an Fipronil pro Kilogramm Ei.

In einer am Freitagabend veröffentlichten vorläufigen Bewertung kommt das BfR zudem zu dem Schluss, dass eine gesundheitliche Gefährdung auch bei längerfristigem Verzehr belasteter Lebensmittel «unwahrscheinlich» sei. Dem Institut zufolge müsse davon ausgegangen werden, dass es seit Monaten illegale Anwendungen von Fipronil-haltigen Mitteln in Ställen von Jung- und Legehennen gab.

Isis
12.08.2017
Fipronil-Skandal: Jeder Vierte ist weniger Eier

ist = isst = mit 2 s!!! Aber klar, isst jeder weniger, wenn man so was erfæhrt, dass man NUR noch beschissen und betrogen und verarscht wird. mehr...

helmut
12.08.2017
Fipronil-Skandal: Jeder Vierte ist weniger Eier

Schwaches Ergebnis. Das werden schnell wieder 100%. Wenn es nach mir ginge könnten sämtliche Eierfabriken schließen. Erschreckend eine Phönix Reportage über die Zukunft der Landwirtschaft. Ich hatte immer geschrieben dass unser Wachstum bei der Landwirtschaft und beim Fischfang schnell auf Grenzen stößt. Wachstumsmärkte lassen sich so schnell nicht stoppen. Bis zum Jahre X müssen die Erträge um 50% gesteigert werden um die Ernährung zu sichern. Die Zukunft des Landwirts ist der Computer und ...... mehr...

Faelchle
12.08.2017
Fipronil-Skandal: Jeder Vierte ist weniger Eier

Vor ca 15 Jahren gab einmal die Warnung vor Nematoden im Fisch, der Umsatz ging darauf dramatisch zurück, nach kurzer Zeit hat sich das normalisiert, und die Nematoden sind immer noch im Fisch. Vorher gab es Schlagzeilen über BSE/Rinderwahn, und es wurde kaum noch Fleisch gegessen, aber nur kurz. Jetzt sind die Eier dran. Eine BIO Bäuerin sagte mir, dass ihre Eier in Kürze vergriffen waren, sie aber deshalb die Produktion nicht erhöht, das flacht sowieso bald ab, und dann bleibe ich darauf ...... mehr...

helmut
13.08.2017
Fipronil-Skandal: Jeder Vierte ist weniger Eier

Wir brachten in den letzten Kriegsjahren vom Wald immer Schuhkartons voll Maikäfer nach Hause. Die konnte man von jungen Buchen abschütteln. Die prasselten nur so runter. Die Hühner waren ganz wild darauf und fraßen die in Mengen. Irgendwann stanken die Eier. Interessierte damals niemand. Bei den meisten Bauern liefen die Hühner frei herum und lebten vom Misthaufen. Ob durch den Verzehr von diesen Eiern jemand starb ist nicht überliefert. Wenn ich Eier vom Aldi in meinem Kühlschrank hätte ...... mehr...