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Mitglieder eines israelischen Motorrad-Klubs fahren über eine von US-Flaggen gesäumte Straße, die zur neuen Botschaft de
Mitglieder eines israelischen Motorrad-Klubs fahren über eine von US-Flaggen gesäumte Straße, die zur neuen Botschaft der USA in Jerusalem führt. Foto: Ariel Schalit/AP
13.05.2018

Große US-Delegation vor Botschaftseröffnung in Jerusalem

Jerusalem (dpa) - Am Tag vor der feierlichen Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem ist am Sonntag eine große Delegation aus den Vereinigten Staaten in Israel eingetroffen.Finanzminister Steven Mnuchin, Präsidententochter Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner stiegen am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus dem Flugzeug, wie die US-Botschaft in Israel bei Twitter mitteilte. Sie wurden von US-Botschafter David Friedman in Empfang genommen.

Die USA eröffnen die neue Botschaft an diesem Montag, dem 70. Jahrestag der Gründung Israels. In einem umstrittenen Schritt hatte US-Präsident Donald Trump Jerusalem im Dezember als Israels Hauptstadt anerkannt und die Verlegung der Botschaft angekündigt. Bisher befand sich die US-Botschaft in der Küstenmetropole Tel Aviv.

Der Umzug stößt auf heftige Kritik der Palästinenser, die Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines zukünftigen Palästinas sehen. Eine Million Menschen wollen am Montag im Gazastreifen an der Grenze zu Israel protestieren. Auch in Ramallah werden Tausende bei einem Marsch durch die Stadt erwartet. Bei den palästinensischen Protesten werden gewaltsame Konfrontationen mit israelischen Sicherheitskräften befürchtet.

Israel feiert den Umzug als Triumph. Man sei «mit einem wahrhaft historischen Ereignis gesegnet», sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Sonntag zu der Entscheidung des mächtigen Verbündeten. Trump habe seine Versprechen umgesetzt. «Natürlich werden wir diesen Tag morgen feiern», sagte Netanjahu. Darauf folge der Umzug der Botschaften Guatemalas und Paraguays «und andere sind unterwegs», sagte er.

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat nannte den Umzug der US-Botschaft am Sonntag einen «Schritt, der nichts Geringeres bedeutet als die Schaffung einer neuen Weltordnung».