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Der sechste Zivilsenat beim Bundesgerichtshof eröffnet die Verhandlung über die Haftung wegen Lebenserhaltung durch küns
Der sechste Zivilsenat beim Bundesgerichtshof eröffnet die Verhandlung über die Haftung wegen Lebenserhaltung durch künstliche Ernährung. Foto: Uli Deck
12.03.2019

Haften Ärzte für sinnloses Leiden am Lebensende?

Karlsruhe/München (dpa) - Die Klage gegen einen Arzt, der einen Demenzkranken möglicherweise zu lange am Leben erhalten hat, stößt beim Bundesgerichtshof (BGH) auf grundsätzliche Bedenken.Im Moment neigen die obersten Zivilrichter eher nicht dazu, dem Sohn als Erben Schmerzensgeld und Schadenersatz zuzusprechen, wie sich in der Verhandlung in Karlsruhe am Dienstag abzeichnete. Ein Urteil über den Wert eines Lebens verbiete sich, sagte die Senatsvorsitzende Vera von Pentz.

Die Richter wollen die Frage aber eingehend beraten und ihre Entscheidung erst in den nächsten Wochen verkünden. Wann genau, sollte am Mittwoch mitgeteilt werden. (Az. VI ZR 13/18)

Der Sohn fordert vom behandelnden Hausarzt insgesamt mehr als 150.000 Euro. Der Vater, der sich zum Schluss weder bewegen noch mitteilen konnte, war 2011 mit 82 Jahren gestorben. In den letzten Lebensjahren wurde er per Magensonde ernährt. Der Sohn ist der Ansicht, dass damit das Leiden seines Vaters unnötig in die Länge gezogen wurde. Wie viel Behandlung dieser selbst gewünscht hätte, weiß niemand.

Das Münchner Oberlandesgericht hatte ihm zuletzt 40.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Die Richter dort meinten, der Arzt habe Aufklärungspflichten verletzt: Er hätte spätestens 2010 mit dem Betreuer des Demenzkranken beraten müssen, wie es weitergehen soll.

Mit diesem Urteil scheint der BGH allerdings Probleme zu haben. Die Vorsitzende sagte, nur jeder Einzelne für sich könne entscheiden, wann er nicht mehr weiterleben wolle. Sie wies auch darauf hin, dass der Sohn zu Lebzeiten des Vaters die Möglichkeit gehabt hätte, beim Betreuungsgericht eine Prüfung des Falls zu beantragen.

Der BGH-Anwalt des Klägers, Richard Lindner, wandte ein, Arzt und Betreuer hätten die künstliche Ernährung einfach immer weiterlaufen lassen. Die Justiz müsse nicht entscheiden, was lebenswert sei. Aber wenn der Vater tatsächlich gegen seinen Willen länger habe leiden müssen, sei ein Schmerzensgeld durchaus angebracht.

Isis
12.03.2019
Haften Ärzte für sinnloses Leiden am Lebensende?

Wichtiges Urteil: in D geht's nur um Kohle. Oder um die Angst der Ärzte. Hat mit Menschen und Würde nix zu tun. Nichtmal sterben darf man in Deutschland.............................aus lauter Feigheit der Politik. mehr...

Ladygaga
12.03.2019
Haften Ärzte für sinnloses Leiden am Lebensende?

Ich fürchte es ist nicht nur die Politik, sondern auch die Kirchen, die da mitsprechen. Man kann es es nur zu Lebzeiten so gut wie möglich notariell regeln. Für alle, die wissen, dass ihr Tage gezählt sind gibt es zumindestens bei den [FONT=arial]Schweizern die Regelung des sog. assistierten Suizid. [/FONT] mehr...

Faelchle
12.03.2019
Haften Ärzte für sinnloses Leiden am Lebensende?

Ein selbstbestimmtes Sterben ist jederzeit für jeden möglich, derdas Instrument der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung nutzt. Ist einer terminal erkrankt hat er das Recht, dass sein Sterben nicht verlängert wird, auch mit der Inkaufnahme, dass eine Verarbreichung von starken Schmerzmitteln das Hinscheiden verkürzen kann. Eine bombenfeste Sache ist eine notariell beurkundete Generalvollmacht + Patientenverfügung. Ich konnte damit in 2 Fällen den Wunsch der Erkrankten problemlosn ...... mehr...

helmut
12.03.2019
Haften Ärzte für sinnloses Leiden am Lebensende?

Das größte Problem wird der Missbrauch sein. Persönlich bin ich dafür bei hoffnungslosen Fällen das Leben zu verkürzen. Was ich in Altenpflegeheimen und in einer Krebsklinik erlebt habe möchte ich selbst nicht erleben. mehr...