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Zum Auftakt der Konferenz hatte der Vorsitzende, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, gesagt, dass in den Bistümern inte
Zum Auftakt der Konferenz hatte der Vorsitzende, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, gesagt, dass in den Bistümern intensiv an der Förderung von Frauen gearbeitet werden müsse. Foto: Friso Gentsch
12.03.2019

Katholische Kirche: Theologinnen fordern Gleichberechtigung

Lingen (dpa) - In der Diskussion um die Rolle der Frau sehen Frauenverbände und Theologinnen die Kirche im Aufbruch. Die Amtskirche stehe unter Druck, sich der Diskussion um mehr Beteiligung und Einfluss der Frauen in der Kirche zu stellen, sagt die Theologin Dorothea Sattler aus Münster.«Mein Eindruck ist, dass aufgrund der vielen Initiativen die Bischöfe durchaus erkennen, dass man zumindest argumentativ mit der Frage umgehen muss und nicht nur einfach Verbote aussprechen.»

Heute will der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode bei der Bischofskonferenz eine Studie zu Frauen in kirchlichen Leitungspositionen vorstellen. Zum Auftakt der Konferenz hatte der Vorsitzende, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, gesagt, dass in den Bistümern intensiv an der Förderung von Frauen gearbeitet werden müsse. Das sei kein Selbstläufer. Die Zusammenarbeit von Männern und Frauen tue einer Sache gut.

Vielen Frauen und Theologinnen dürfte diese Ankündigung der Bischöfe aber nicht reichen. So fordern der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands eine geschlechtergerechte Kirche. Auch die Kirchenvolksbewegung «Wir sind Kirche» verlangt ein klares Bekenntnis der Bischöfe zu einem Diakonat der Frau. Damit würden auch Frauen geweiht werden, was bislang in der katholischen Kirche kirchenrechtlich nicht erlaubt ist.

Aus theologischer Sicht gebe es kein Argument, Frauen den Zugang zur Weihe zu verwehren, sagte die Tübinger katholische Theologin Johanna Rahner. «Der einzige reelle Grund, den ich kenne, ist der Verweis auf die Tradition, weil wir es bislang noch nicht hatten.» Das sei aber ein sehr schwaches Argument, zumal die Tradition der Kirche nicht so eindeutig sei. In den katholischen Bistümern müsse sich gewaltig etwas ändern, damit dort auch das Prinzip gelte: Wo Entscheidungen getroffen werden, müssen auch Frauen äquivalent beteiligt werden, sagte Rahner. Sie hoffe auf ein entsprechendes Mehrheitsvotum der Bischöfe.

Eine Entscheidung über ein Diakonat der Frauen kann aber letztlich nur der Papst treffen. Die Deutsche Bischofskonferenz könne aber ein starkes Zeichen geben, dass sie dieses Diakonat befürworte, sagt auch die Theologin Margit Eckholt von der Universität Osnabrück. Angesichts der pastoralen Situation in Deutschland sollte die Bischofskonferenz vorangehen und ein solches Signal geben. «Die Zeit ist mehr als reif dafür in Deutschland.»

Anais
12.03.2019
Katholische Kirche: Theologinnen fordern Gleichberechtigung

Soso, die Zusammenarbeit von Männern und Frauen tue einer Sache gut, hat Kardinal Marx herausgefunden. Aber am Zölibat wird nicht gerüttelt. :confused: Es ist ja auch ganz unwahrscheinlich, dass sexueller Mißbrauch etwas mit Sex zu tun hat. mehr...

Faelchle
12.03.2019
Katholische Kirche: Theologinnen fordern Gleichberechtigung

Marx und einige Bischöfe würden da sicher gerne was machen, aber die kath, Kirche ist bekanntlich Weltkirche und das letzte Wort hat immer Rom. Wie ich das sehe, ist der Widerstand unter den Kardinälen zu groß, und der Papst hat unter denen viele Feinde, sodass er dieses Ansinnen vorläufig Ad Acta legt. Es findet sich zur Zeit absolute keine Mehrheit im Vatikan dafür, auch nicht für einen freiwilligen Zöllibat, den ich für die beste Lösung halte. Die Abschaffung eines Pflichtzöllibats wäre ein ...... mehr...

Ladygaga
13.03.2019
Katholische Kirche: Theologinnen fordern Gleichberechtigung

Weltkirche. NICHT von dieser Welt wäre richtig. Von ihrer Bank wird behauptet, sie wasche die Gelder der Mafiosi. In Deutschland wissen sie angeblich nicht so recht, was sie an Besitztümer haben bzw. weigern sich teilweise die Bücher zu öffnen. Sexueller Mißbrauch Männlich / Weiblich wo man nur hinschaut--wird als Übel bezeichnet. War man z.B. von einem Moslem geschieden, musste man vor Jahren Verrenkungen machen um wieder heiraten zu können ( so geschehen in der Verwandtschaft ). Diese ...... mehr...

Faelchle
13.03.2019
Katholische Kirche: Theologinnen fordern Gleichberechtigung

Stimmt alles, bei der Vatikan-Bank tat sich schon ein wenig, es wurden viele Finanzberater und Manager ausgetauscht, suspekte Konten gelöscht, leider keine grundlegende Reform. Aber auch hier ist es bei einer jahrundertenlangen Verfilzung mit kriminellen Organsisationen für den Papst ein Ding der Unmöglichkeit, konsequent durchzugreifen, weil es sicher unter einigen Kardinalen auch Verstrickungen mit dubiosen Einrichtungen gibt. Die Unauflöslichkeit der Ehe ist eine fundamentales Dogma der ...... mehr...