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Sexueller Missbrauch ist ein weltweites Thema für die katholische Kirche. Foto: Friso Gentsch
Sexueller Missbrauch ist ein weltweites Thema für die katholische Kirche. Foto: Friso Gentsch
13.03.2019

Kirche will mit unabhängigen Beratungsstellen kooperieren

Lingen (dpa) - Die katholische Kirche will künftig mit unabhängigen Beratungsstellen zusammenarbeiten, um Opfern sexueller Gewalt in der Kirche schneller helfen zu können.Dazu suche man nach Partnern außerhalb der Kirche, sagte am Mittwoch der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, in Lingen. «Das könnte ein Weg sein, auf diese Weise noch niederschwelliger zu reagieren.»

Laut Ackermann steht seine Arbeitsgruppe bereits in Kontakt mit der «Bundeskoordinierung spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend». Ein solches Angebot könnte es Opfern erleichtern, frühzeitig Anzeige zu erstatten, sagte er. Allerdings muss es für die Zusammenarbeit zunächst eine Vereinbarung zwischen der Kirche und der Koordinierungsstelle geben.

Nach Angaben des Bischofs sind bisher wegen der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche rund 1900 Anträge auf Zahlungen für «Leistungen in Anerkennung zugefügten Leids» bei einer zentralen Koordinierungsstelle eingegangen.