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Die Opposition will von Ralf Jäger wissen, wie der als islamistischer Gefährder eingestufte Mann vom Radar der Behörden
Die Opposition will von Ralf Jäger wissen, wie der als islamistischer Gefährder eingestufte Mann vom Radar der Behörden verschwinden konnte. Foto: Federico Gambarini
05.01.2017

Landtag befragt NRW-Innenminister im Fall Amri

Düsseldorf (dpa) - Zweieinhalb Wochen nach dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt will der nordrhein-westfälische Landtag heute Hintergründe der Bluttat durchleuchten. Im Innenausschuss steht Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) Rede und Antwort.Die Sondersitzung in der parlamentarischen Weihnachtspause haben alle drei Oppositionsfraktionen beantragt. Jäger soll darlegen, was die Sicherheitsbehörden des Landes vor dem Attentat über Anis Amri wussten.

Nordrhein-Westfalen war einer der Hauptaufenthaltsorte des 24-jährigen Tunesiers, der am 19. Dezember einen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert und zwölf Menschen getötet hatte.

Die Opposition will wissen, wie der als islamistischer Gefährder eingestufte Mann vom Radar der Behörden verschwinden konnte. Die für ihn zuständige Ausländerbehörde liegt in NRW im Kreis Kleve.

Amri war vier Tage nach dem Terroranschlag bei einer polizeilichen Routinekontrolle in Italien erschossen worden.