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Ägyptische Sicherheitskräfte vor einem Hotel in Hurghada. Foto: EPA/Archiv
Ägyptische Sicherheitskräfte vor einem Hotel in Hurghada. Foto: EPA/Archiv
14.07.2017

Möglicherweise Deutsche bei Messerattacke in Ägypten getötet

Berlin (dpa) - Das Auswärtige Amt in Berlin schließt nicht aus, dass bei der Messerattacke in Ägypten auch Deutsche getötet wurden. «Gewissheit haben wir darüber noch nicht», teilte ein Sprecher in Berlin mit.Bei dem Angriff im Ferienort Hurghada seien mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. «Diese feige und niederträchtige Tat, die sich gezielt gegen Urlauber gerichtet zu haben scheint, die einfach nur eine unbeschwerte und erholsame Zeit am Meer verbringen wollten, verurteilen wir auf das Schärfste», erklärte der Sprecher.


«Wir trauern mit den Familien der Opfer und hoffen, dass alle, die bei dem Angriff verletzt worden sind, rasch und vollständig wieder gesund werden.»



Die Botschaft in Kairo stehe im engsten Kontakt zu den ägyptischen Behörden und arbeite daran, schnellstmöglich für Aufklärung zu sorgen.

Zuvor war bekannt geworden, dass in Ägypten bei zwei Angriffen auf Touristen und Sicherheitskräfte mehrere Menschen getötet worden waren. An einem Strand in dem beliebten Urlaubsort Hurghada am Roten Meer habe ein Angreifer mit dem Messer mehrere Urlauber angegriffen, teilte das ägyptische Innenministerium auf seiner offiziellen Facebookseite mit.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, bei dem Angriff seien zwei Urlauberinnen getötet worden. Das Innenministerium sprach am Freitag zunächst von sechs Verletzten unterschiedlicher Nationalität.

Die ägyptische Nachrichtenseite «Al-Masry al-Youm» berichtete, dass es sich bei den Toten um zwei Touristinnen aus der Ukraine handeln soll. Die Verletzten kämen demnach unter anderem aus Tschechien und Armenien. Die Agentur Interfax berichtete am Freitag mit Verweis auf das russische Konsulat von einer verletzten russischen Touristin.

Der Angreifer sei mit dem Messer an den Strand geschwommen und habe dann die Touristen attackiert, teilte das Ministerium mit. Der Angreifer sei festgenommen worden. Sein Motiv war zunächst unklar.

Außerdem wurden am Freitag in der Nähe von Kairo fünf Polizisten bei einem Angriff auf einen Kontrollpunkt getötet. Maskierte Angreifer hätten die Polizisten am Morgen in der Provinz Gizeh in Al-Badraschein rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo beschossen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Zwei Polizisten und drei Rekruten seien getötet worden. Zunächst bekannte sich niemand zu diesem Angriff.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Jahr 2013 kommt es in Ägypten immer wieder zu Angriffen auf Sicherheitskräfte.

Hurghada ist neben Scharm el Scheich das größte ägyptische Touristenzentrum am Roten Meer. Seit den 1980er Jahren sind mehr als 250 Hotelanlagen in dem früheren Fischerdorf entstanden. Die Ferienregion ist auch bei deutschen Urlaubern beliebt. Bekannt ist der Badeort vor allem für seine durchgängig warmen Temperaturen und die faszinierende Unterwasserwelt.

Hurghada gilt daher als wichtigstes Ziel für Tauchurlauber am Roten Meer überhaupt. Auch Windsurfen, Segeln und Hochseeangeln werden angeboten. Nach dem verheerenden Bombenanschlag auf einen russischen Ferienflieger über Ägypten im Oktober 2015 gingen in der Stadt wie im gesamten Land die Buchungszahlen im Tourismus zurück.