nach oben
Unter Martin Schulz befinden sich die Sozialdemokraten in den Umfragen wieder im Aufwind. Foto: Markus Scholz
Unter Martin Schulz befinden sich die Sozialdemokraten in den Umfragen wieder im Aufwind. Foto: Markus Scholz
25.02.2017

Schulz: Habe sehr geringen Anteil an SPD-Aufschwung

Berlin (dpa) - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz spielt seine Bedeutung für den Aufschwung der SPD in den Umfragen herunter. Sein persönlicher Anteil daran sei «sehr gering», sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).Die Mitte der Gesellschaft habe schon lange das Gefühl, dass es zu wenig Respekt voreinander und zu viel Verrohung und Polarisierung in der Gesellschaft gebe. Für die «klassisch sozialdemokratischen Werte» wie Respekt, Toleranz und Zusammenhalt stünden viele. Die SPD zeige jetzt aber wieder, dass sie an sich selbst glaube. Deshalb stehe sie so gut da. «Ich als Person gebe dem möglicherweise eine passende Stimme», sagte Schulz.

Die SPD ist seit Schulz' Ausrufung als Kanzlerkandidat Ende Januar in den Umfragen aus ihrem jahrelangen 20-bis-25-Prozent-Tief auf Werte über 30 Prozent hochgeschossen.

Zufgleich registriert die Partei nach Jahren des Niedergangs auch einen Mitgliederzuwachs.

Seit

Martin Schulz am 24. Januar von Noch-Parteichef Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidat vorgeschlagen wurde, traten 6564 Bürger allein via Internet in die Partei ein, wie die SPD auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Zu den Online-Eintritten kommen bei der SPD nach Parteiangaben noch viele Menschen, die sich direkt in den Landesverbänden um ein Parteibuch bemüht haben. Diese Zahlen werden von der Bundes-SPD aber erst mit Verzögerung erfasst. Allein in Nordrhein-Westfalen, wo im Mai gewählt wird, gab es seit Jahresanfang online und auf Papier mehr als 2300 Neueintritte. «Solche Zahlen haben wir seit 20 Jahren nicht mehr gehabt», sagte ein SPD-Sprecher in Düsseldorf.

helmut
25.02.2017
Schulz: Habe sehr geringen Anteil an SPD-Aufschwung

Der Aufschwung der SPD kommt daher weil alle Parteien kaum noch Stammwähler haben. Bei Umfragen dominieren Momentaufnahmen. Kurz vor einer Wahl ist die Zahl der unentschlossenen noch ziemlich hoch. Da muss eine Partei noch einen Heilsbringer präsentieren und schon hat er die Nase vorn. Es glaubt doch keiner ernsthaft dass das Umfragehoch der SPD etwas mit ihrem Programm zu tun hat. Wenn sich die Aussichten mehren dass die SPD nach der Wahl viele Posten zu vergeben hat springen Abtrünnige ...... mehr...

Faelchle
25.02.2017
Schulz: Habe sehr geringen Anteil an SPD-Aufschwung

Was soll die SPD sonst tun, als ihr Profil zu schärfen. Sie entscheidet sich in kleinen Schritten für eine Korrektur der Agenda 2010. Die Merkel hingegen verteidigt ausdrücklich Schröders Beschlüsse zur Arbeitsmarktreform. So herrscht wenigstens in der Sozialoilitik Klarheit für den Wähler: leichter Linksruck oder weiterwurschteln wie bisher. Ich würde eine neu Entspannungspolitik mit dem Osten begrüßen, denn diese ständige Verteufelung von Putin führt nur zum Schaden für Deutschland.... mehr...

rostiger ritter
25.02.2017
Schulz: Habe sehr geringen Anteil an SPD-Aufschwung

Wenn die SPD sich nicht auf das besinnt, wofür das "S" steht und die C-Parteien nicht darauf, wofür das "C" steht, wird das "A" wohl dazugewinnen. Liegt für mich auf der Hand, das ist Flucht nach vorne... mehr...

Schrader
25.02.2017
Schulz: Habe sehr geringen Anteil an SPD-Aufschwung

Martin Schulz hat das Herz einfach am richtigen Fleck und weiß genau, wo der Schuh drückt beim 'kleinen Mann auf der Straße'. Mit ihm als Kandidaten hat die SPD erstmals nach vielen, vielen Jahren wieder die reele Chance, den Regierungschef zu stellen. Bleibt nur zu hoffen, dass er sich später als Kanzler und 'Boss der Genossen' noch an seine Aussagen erinnert und nicht auch, wie einst Schröder, zum 'Genosse der Bosse' mutiert.... mehr...