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Start einer iranischen Fateh-Kurzstreckenrakete: US-Präsident Trump droht mit harten Gegenmaßnahmen. Foto: Vahid Reza Al
Start einer iranischen Fateh-Kurzstreckenrakete: US-Präsident Trump droht mit harten Gegenmaßnahmen. Foto: Vahid Reza Alaie
04.02.2017

Trotz Sanktionen: Manöver mit erneuten Raketentests im Iran

Teheran (dpa) - Trotz erneuter US-Sanktionen hat der Iran am Samstag erneut ein Militärmanöver mit Tests von Raketen verschiedener Reichweiten begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden betonten in einer Mitteilung, die Übung sei eine Antwort auf «Drohungen und Sanktionen» der USA.Der Iran hatte erbost auf die neuen Strafmaßnahmen reagiert. Das Außenministerium in Teheran warf der neuen US-Regierung Dilettantismus vor und behauptete, dass das Land mit solchen Maßnahmen nicht zu beeindrucken sei.

Zudem will der Iran seinerseits Sanktionen gegen «amerikanische Individuen und Unternehmen verhängen, die extremistische oder terroristische Gruppen unterstützen oder zur Unterdrückung und Ermordung wehrloser Menschen in der Region beitragen», wie das Außenministerium der Agentur Irna zufolge mitteilte. Die Behörde nannte zunächst keine Namen, diese sollten später mitgeteilt werden.

Mit der Resolution 2231 vom Juli 2015 hat der UN-Sicherheitsrat kurz nach dem Atomkompromiss den Weg für die Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran freigemacht. Die zwischen Teheran und dem Westen ausgehandelte Atomvereinbarung soll dem Land die Nutzung der Atomkraft für friedliche Zwecke ermöglichen, den Weg zur Atombombe aber verbauen.

UN und EU hoben im Januar 2016 ihre Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen die Islamische Republik auf, nachdem die Internationale Atomenergieorganisation gemäß der Resolution bescheinigt hatte, dass das Atomprogramm den Auflagen entsprechend massiv zurückgebaut worden war. Unabhängig davon bleiben ein Waffenembargo für fünf Jahre sowie Restriktionen in Bezug auf Irans Raketenprogramm für acht Jahre bestehen.