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Der Regenwald im brasilianischen Amazonasgebiet weicht Weiden. Weltweit sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr zw
Der Regenwald im brasilianischen Amazonasgebiet weicht Weiden. Weltweit sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr zwölf Millionen Hektar an Tropenwald verloren gegangen. Foto: Thiago Foresti/AAAS
25.04.2019

Weltweit zwölf Millionen Hektar Tropenwald verschwunden

Washington (dpa) - Weltweit sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr zwölf Millionen Hektar an Tropenwald verloren gegangen. Das entspricht der Fläche Bayerns und Niedersachsens zusammen.Besonders besorgniserregend seien die Verluste von ursprünglichem Regenwald in den Tropen, heißt es in dem Bericht des Projekts Global Forest Watch (GFW), der heute veröffentlicht wurde. Insgesamt 3,64 Millionen Hektar von diesem Baumbestand seien verschwunden - eine Fläche größer als Belgien.

Die Daten aus dem Bericht stammen nach GWF-Angaben von der Universität Maryland und wurden durch die Auswertung von Satellitenbildern zusammengetragen. In dem Bericht geht es nicht nur um Abholzung von Wäldern, sondern auch um Zerstörung durch Brände. Wälder beherbergen nicht nur zahlreiche Arten, sondern haben, vor allem als Kohlenstoffspeicher, einen großen Einfluss auf das Klima.

Im Vergleich zu den Jahren 2016 und 2017 verzeichneten die Autoren im vergangenen Jahr insgesamt einen leichten Rückgang. Demnach belief sich die Zahl der Verluste beim Tropenwald 2016 auf 16,95 Millionen Hektar, in 2017 waren es 15,81 Millionen.

Trauriger Spitzenreiter war im vergangenen Jahr Brasilien, wo laut der Studie 1,35 Millionen Hektar an ursprünglichem Regenwald verloren gingen. Manches davon sei auf Waldbrände zurückzuführen, der Großteil habe aber augenscheinlich damit zu tun, dass Flächen abgeholzt wurden, um Weideflächen zu schaffen, heißt es in dem Bericht. Die Autoren betonen dabei, dass es noch zu früh sei, um die Auswirkungen der Politik des neuen Präsidenten Jair Bolsonaro einschätzen zu können. Die hohen Rückgänge seien noch vor dessen Amtsantritt passiert. Bolsonaro hat deutlich gemacht, dass Umweltschutz nicht zu seinen Prioritäten zählen. Er will keine neuen Schutzgebiete im Amazonasgebiet ausweisen und weitere Rodungen im Regenwald zulassen.

Als positives Beispiel wird in der Studie Indonesien angeführt. In dem südostasiatischen Land seien die Verluste von Primärwald auf den niedrigsten Stand seit 2003 gefallen. Das deute darauf hin, dass Schutzmaßnahmen der Regierung Wirkung zeigten.

helmut
25.04.2019
Weltweit zwölf Millionen Hektar Tropenwald verschwunden

In Brasilien hat sich wohl noch nicht „Fridays for Future“ herumgesprochen. Am wirkungsvollsten wäre es, wenn in Brasilien, dem katholischsten Land der Erde, Papst Franziskus gemeinsam mit Grete Thunberg aufkreuzten und dem neuen Präsidenten die Leviten lesen würden. Was bei uns funktioniert, bis in die höchsten Regierungsspitzen der gesamten EU sind alle von Klein-Greta begeistert und dass der Umweltschutz nun in trockenen Tüchern ist, müsste doch überall zu realisieren sein. ...... mehr...

Faelchle
25.04.2019
Weltweit zwölf Millionen Hektar Tropenwald verschwunden

Ganz schlimm ist auch die Abholzung des Regenwaldes in Indonesien. Auch der Wasser- und Energieverbrauch ist bei der Herstellung von Papier immens. mehr...

Anais
25.04.2019
Weltweit zwölf Millionen Hektar Tropenwald verschwunden

Ich denke, am Wirkungsvollsten wäre es, wenn Sie persönlich nach Brasilien führen, dem Präsidenten die Leviten zu lesen. Der Papst und Greta Thunberg würden wahrscheinlich schwerwiegende Fehler begehen.... mehr...

rostiger ritter
25.04.2019
Weltweit zwölf Millionen Hektar Tropenwald verschwunden

[QUOTE=Anais;317338]Ich denke, am Wirkungsvollsten wäre es, wenn Sie persönlich nach Brasilien führen, dem Präsidenten die Leviten zu lesen. Der Papst und Greta Thunberg würden wahrscheinlich schwerwiegende Fehler begehen.[/QUOTE] Wieso? Hat denn schonmal Jemand auf Klein-Helmütchen gehört?:confused: mehr...