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Unterschriften gesammelt: Carolina Storz, Angela Bellitti, Stefanie Sparn, Annette Beck und Michaela Meyer übergeben Würms Ortsvorsteher Rüdiger Nestler und dem Ersten Bürgermeister Roger Heidt (von links) die Liste, um gegen die Bus situation in Würm zu protestieren. Foto: Läuter
Unterschriften gesammelt: Carolina Storz, Angela Bellitti, Stefanie Sparn, Annette Beck und Michaela Meyer übergeben Würms Ortsvorsteher Rüdiger Nestler und dem Ersten Bürgermeister Roger Heidt (von links) die Liste, um gegen die Bus situation in Würm zu protestieren. Foto: Läuter
22.07.2016

1074 Unterzeichner fordern bessere Busanbindung zwischen Huchenfeld und Würm

Pforzheim-Würm. Das Thema Busse hat am Donnerstag die Ortschaftsratssitzung in Würm dominiert. Zahlreiche Bürger – auch aus Huchenfeld – waren anwesend, ebenso wie der Erste Bürgermeister Roger Heidt als zuständiger Dezernent und der Verkehrsplaner Alexander Hess. Dieser zeichnet mitverantwortlich für die Erstellung des Ersatzfahrplans, der bei Würmern und Huchenfeldern auf wenig Begeisterung stieß.

Immer wieder habe man, wie Ortsvorsteher Rüdiger Nestler sagte, auf die Situation hingewiesen, nachdem Würm beim Ersatzverkehr zunächst nicht berücksichtigt worden war. Schnell sei nachgebessert worden. Allerdings sei die Verbindung zwischen Würm und Huchenfeld, die für beide Teile für einen funktionierenden Alltag wichtig sei, gänzlich weggefallen. Davon sei niemand im Vorfeld unterrichtet worden.

Nun gibt es eine Verbindung, die zwischen neun und 12.30 Uhr von Würm nach Huchenfeld und dort eine Schleife fahre. Nach den Ferien soll der Verkehr laut Hess anders gestaltet werden. Die genauen Zeiten seien noch nicht klar, aber früh morgens und abends sollen Busse verkehren. Die Bahntochter RVS, die das Netz im Dezember übernimmt, habe sich zur Einhaltung von 99 Prozent des Fahrplans verpflichtet, betonte Heidt, um die Sorgen vor der Übernahme zu dämpfen.

Forderungen überreicht

Dennoch überreichte ihm Nestler drei Forderungen des Ortschaftsrates: den Ausbau der Ersatzlinien bis Dezember, die Sicherstellung des Fahrplans von 2016 und die vorherige Beteiligung des Gremiums bei künftigen Änderungen. Weil sie Angst hatten, dass die Situation nach der Übernahme vielleicht so bleibe, wenn man sich nicht wehre, hatten sich Würmer Bürger zusammengetan und Unterschriften gesammelt, sagte Michaela Meyer, eine der Freiwilligen. 1074 Unterzeichner konnten sie gewinnen.

Fernab des Bus-Themas bemängelte eine Bürgerin den Einbau von neuen Wasseruhren mit Ultraschallzähler und Funkfunktion in Würm (die PZ berichtete). Die Strahlung sei gesundheitsschädlich, die Datenspeicherung verfassungswidrig, sagte sie. Man müsse zumindest die Freiheit haben, dem Austausch der Zähler nicht zuzustimmen.