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Freuen sich auf Pforzheims ersten innerstädtischen Trinkbrunnen: Kulturamtsleiterin Angelika Drescher, Gewinnerin des Entwurfs Iris Henkenhaf-Stark, Robin Bischoff vom Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin, Bürgermeisterin Sibylle Schüssler und die Vorsitzende des Kulturrats Ulrike Rein (von links). Foto: Meyer
Freuen sich auf Pforzheims ersten innerstädtischen Trinkbrunnen: Kulturamtsleiterin Angelika Drescher, Gewinnerin des Entwurfs Iris Henkenhaf-Stark, Robin Bischoff vom Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin, Bürgermeisterin Sibylle Schüssler und die Vorsitzende des Kulturrats Ulrike Rein (von links). Foto: Meyer
15.04.2019

1,10 Meter hohe Skulptur in der City: Stadt präsentiert Siegerentwurf für Trinkwasserbrunnen

Pforzheim. Rund, gläsern und 1,10 Meter hoch ist der Trinkwasserbrunnen, der ab Oktober an der Stelle, an der früher die „Grazien“ standen, in der Fußgängerzone zum Verweilen und Erfrischen einladen soll. Schöpferin des Entwurfs ist die Ispringerin Iris Henkenhaf-Stark, die sich mit ihrer Idee gegen drei Mitbewerber durchsetzen konnte.

Wasser, Licht und die mit Pforzheims Geschichte aufs engste verbundenen Edelmetalle sind die Elemente, die die Skulptur der Ispringerin Iris Henkenhaf-Stark ausmachen. Zwei runde, grünliche Glasscheiben, davon eine mit goldfarbenen Ornamenten durchzogen, gefasst in hellem Edelstahl, sollen ab Oktober an der Stelle einen Ruhepol schaffen, an der früher die „Grazien“ den Passanten in der Fußgängerzone ihre Aufwartung machten. Das Besondere: An vier Stellen auf der Oberseite der 1,10 Meter hohen Skulptur fließt Trinkwasser, das gemeinsam mit der im Boden eingelassenen Beleuchtung nicht nur für ein prächtiges Farbenspiel, sondern auch eine Erfrischung in der Innenstadt sorgen soll.

Ein bislang einmaliges Projekt für Pforzheim, das nicht nur optisch einen Schlusspunkt – kommende Woche sollen die Holzauflagen für die Sitzelemente kommen – für die Umgestaltung der Fußgängerzone setzt. Was der Jury unter dem Vorsitz der Kulturratsvositzenden Ulrike Rein besonders daran gefiel: „Das sie sehr gut repräsentiert, was Pforzheim darstellt.“ Das sei auf der einen Seite das Edelmetall, in diesem Fall Silber, das durch Oxidation für die farbigen Ornamente sorgt, die sich Richtung Mittelachse orientieren. Auf der anderen das Wasser, Quell des Lebens und in der Goldstadt mit den drei Flüssen omnipräsent. Ebenfalls ein Vorzug der Skulptur sei, dass sie durch ihre zurückhaltende Gestaltung die geradlinige Sichtachse der Fußgängerzone nicht durchbreche, sondern sie als belebendes Element in unmittelbarer Nähe zu den Sitzelementen im Kreuzungsbereich ergänze.

Besonders erfreulich für die Kulturamtsleiterin ist, dass im Falle des Trinkwasserbrunnens die Kunst im Stadtbild aktiv mitgeplant wurde anstatt sie im Nachgang zu ergänzen. So sind die Bodenplatten, die an der Stelle liegen, an der Henkenhaf-Starks Skulptur stehen soll, nur lose befestigt – sodass sie für die Installation ganz einfach herausgenommen werden können. Vorher muss sich die Stadt nun aber auf Sponsorensuche begeben. Die Anschubfinanzierung in Höhe von 13.000 Euro kommt vom Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin und vom Lions Club Remchingen Pfinztal. Sorge, dass die insgesamt erforderlichen 70.000 Euro für die Umsetzung zusammenkommen, hat Schüssler „mit so einer qualitätvollen und herausragenden Arbeit“ aber nicht.

Alle Wettbewerbsarbeiten sind vom 29. April bis 29. Mai im ersten Obergeschoss des Neuen Rathaus ausgestellt.

Mehr über den Trinkwasserbrunnen lesen Sie am Dienstag, 16. April, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.