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19.10.2008

150 Jahre Feuerwehr Pforzheim: Feier mit Feuerwerk der Unterhaltung

PFORZHEIM. Man kann nicht nur referieren. Man muss auch feiern – und das haben rund 700 Mitglieder der Feuerwehr Pforzheim und ihre Angehörigen am Freitag im CongressCentrum getan. Es war die interne Feier zum 150. Geburtstag.

"Vernetzte und automatisierte Lageführung zur Unterstützung der Einsatzleitung". Klingt gut, ist es auch - aber mit Sicherheit nicht so zündend wie das überraschende Bühnenfeuerwerk des Pforzheimer Pyrotechnik-Experten Carol Braun. Und wo morgens noch die Herren im Rahmen der Versammlung des zweitägigen Landesfeuerwehrverbands über "Neuerungen im Zivil- und Katastrophenschutz aus Sicht der Feuerwehren" und die "neue Sicherheitsarchitektur im Bevölkerungsschutz des Landes" diskutierten, schieben sie einen Saal weiter – dem großen des CongressCentrums – zu den Big-Band-Klängen von "Bella Musica" ihre Frauen übers Parkett.

Erster Bürgermeister Roger Heidt hat sich zuvor demonstrativ hinter "seine" Wehr gestellt. Sie delektieren sich verdientermaßen bei einem "Feuerwerk der Unterhaltung" (Hauptbrandmeister Joachim Butz, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbands) an Künstlerischem wie Kulinarischen. Zu ersterem gehörten Tenor Jay Alexander, ebenso Stargast wie Musik-Kabarettist Gunzi Heil, als auch die Feuerwehr-Eigengewächse. Kulinarisch darf sich jeder stärken an kalten und warmen Speisen – von der Hausmacher Leberwurst über Fleischkäse und Tagliatelle bis zum Quarkschaum mit Beerenkompott.

Auf Spaß folgt Ernst

Am Samstag ging es wieder um ernsthafte Dinge wie Haushaltspläne und Jahresbericht, einen Vortrag zum Auto der Zukunft und eine Ansprache des obersten Dienstherrn, Ministerpräsident Heribert Rech. Er kam mit seinem Parteifreund Stefan Mappus, dem CDU-Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden, aus Karlsruhe vom CDU-Landesparteitag nach Pforzheim.

Als guter Gastgeber für das Geburtstagskind hat sich im Vorfeld des Festakts das Pforzheimer Stadttheater erwiesen: Verwaltungsdirektor Gustl Weber hat – einer zündenden Idee von Kommandant Volker Velten folgend – die Floriansjünger in den Musentempel gebeten, um sie auf einen beschwingten Abend einzustimmen.

Und so begaben sich Lilian Huynen und Klaus Geber auf einen musikalischen Streifzug durch die Welt der Schlager und Chansons aus den 30er-, 50er- und 60er-Jahren, am Klavier begleitet von Tobias Leppert.