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Über die mobile Sanitätswache freuen sich Alexander Bethge, Kevin König, Franz Weiss, Wolfgang Kramer, Andreas Brock und Georg Stickel (von links).  Foto: Ketterl
Über die mobile Sanitätswache freuen sich Alexander Bethge, Kevin König, Franz Weiss, Wolfgang Kramer, Andreas Brock und Georg Stickel (von links). Foto: Ketterl
12.05.2019

18 Meter misst die neue mobile Rotkreuz-Sanitätsstation

Pforzheim. Nein, die Verwechslungsgefahr mit dem Toilettenhäuschen besteht nicht mehr. Die alte Sanitätswache des Pforzheimer Roten Kreuzes, einem Bauwagen gleich und daher beim hauptsächlichen Einsatzort auf der Pforzheimer Mess tatsächlich schon irrtümlich für einen Klowagen gehalten, hat einen modernen Nachfolger bekommen. Er ähnelt einem großen Wohnwagen – einem sehr großen Wohnwagen, 17,90 Meter lang, 2,50 Meter breit – und bietet die Möglichkeit zur medizinischen Versorgung vor Ort.

Wobei er nicht nur medizinisches Können, sondern zuvor auch fahrerisches Geschick erfordert, wie Franz Weiss als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Pforzheim sagte. Das gilt angesichts der Verkehrssituation rund um das Rotkreuz-Gelände an der Carl-Hölzle-Straße im Übergang von Brötzingen zum Arlinger in besonderer Weise: Das Ausfahren auf die Dietlinger Straße sei im Feierabendverkehr kaum noch möglich, seit sich dort von der Westtangente der Verkehr vorbeiwälzt. Und es wird noch verschärft, wenn nebenan das vieldiskutierte Holzhochhaus gebaut ist. Damit entfällt die Zufahrt in diese Richtung, und es bleibt nur der schlängelige Weg über den Parkplatz zu jener Dietlinger Straße hin.

Im Grundsatz aber ist die Sanitätsstation eine tolle Sache, darin sind sich alle Redner einig. Der DRK-Kreisvorsitzende Wolfgang Kramer lobt den Ortsverein, der diese Anschaffung hinbekommen hat, und appelliert an die Stadt, auch zu bedenken, dass solche Einrichtungen finanziert werden müssen, wie sie etwa bei der Mess’ der Allgemeinheit nützen, oder bei Großereignissen wie den heutigen Kundgebungen. „Es müsst’ net sein“, sagt er mit Blick auf diese, „aber wenn es nun mal so ist...“

25.000 Euro der rund 96.000 Euro teuren Anschaffung hat auf Initiative von OB Peter Boch die Sparkasse Pforzheim Calw beigetragen. Der Rest stammt großteils aus Spenden, 20 Prozent der Summe hat der DRK-Ortsverein Pforzheim aus Eigenmitteln vorfinanziert und erhofft sich weitere Zuwendungen. Fast wäre Geld verlorengegangen, weil der erste Lieferant kurz vor der Pleite stand und nicht lieferte. Franz Weiss war es gelungen, den Kaufvertrag rückgängig zu machen und die 10.000 Euro Anzahlung wieder zu bekommen, nur Tage, bevor die Firma den Insolvenzantrag stellte.