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23.11.2009

18-Jähriger durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt

PFORZHEIM. Lebensgefährliche Stichverletzungen hat ein 18-Jähriger am frühen Samstagmorgen  im Stadtteil Buckenberg-Haidach bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen erlitten. Die Polizei hat noch am Samstag vier Tatverdächtige festgenommen.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Geschädigte gegen 5 Uhr in Begleitung weiterer Zeugen die Vereinsgaststätte des FSV Buckenberg an der Wurmberger Straße verlassen und war dann von mehreren Personen attackiert worden. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde der 18-Jährige durch Messerstiche in Bauch und Rücken schwer verletzt. Er wurde zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht, wo er immer noch stationär behandelt wird.

Der Tat vorausgegangen war eine verbale Auseinandersetzung gegen 4 Uhr in der Gaststätte, bei der zwei Täter aus dem Lokal verwiesen wurden, da sie eine Geburtstagsfeierlichkeit störten. Offensichtlich holten sie sich Verstärkung und passten eine Stunde später die etwa siebenköpfige Gruppe um den 18-Jährigen ab. Die Clique, aus der heraus der Messerstecher agierte, bestand aus knapp einem Dutzend Personen. Die Tatbeteiligten wohnen in der Mehrzahl im Stadtteil und haben als Migrationshintergrund die ehemalige Sowjetunion.

Durch die Kriminalpolizei wurden umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet, die im Verlauf des Samstags zur vorläufigen Festnahme von vier Tatverdächtigen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren führten. Bei Wohnungsdurchsuchungen konnten blutverschmierte Kleidung und ein blutiges Küchenmesser als mögliche Tatwaffe sichergestellt werden.

Einer der mutmaßlichen Täter stand nach PZ-Informationen noch deutlich unter Alkoholeinwirkung. Er muss sich im Lauf der Streitigkeit selbst eine Oberarm-Verletzung zugezogen haben und liegt im Gefängnis-Krankenhaus Hohenasperg. Gegen drei weitere Männer erging am Sonntag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittlungen dauern an. pol

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