23februar
Das Polizeipräsidium Karlsruhe und die Stadt Pforzheim haben sich in den letzten Wochen intensiv auf die Veranstaltungen, Kundgebungen und Aufzüge zum Gedenken an die furchtbaren Geschehnisse des 23. Februar 1945 vorbereitet. 

23. Februar: Polizei will konsequente Trennung der Demo-Lager

Pforzheim. Das Polizeipräsidium Karlsruhe und die Stadt Pforzheim haben sich in den letzten Wochen intensiv auf die Veranstaltungen, Kundgebungen und Aufzüge zum Gedenken an die furchtbaren Geschehnisse des 23. Februar 1945 vorbereitet.

"Im Rahmen der mit allen Anmeldern durchgeführten Kooperationsgespräche haben wir die jeweiligen Standpunkte ausgetauscht und unterschiedliche Anliegen wo immer möglich berücksichtigt. Doch haben wir auch klare Grenzen definiert" so der Einsatzleiter der Polizei, Polizeivizepräsident Franz Semling.

Die Polizei erwartet am kommenden Donnerstag im Pforzheimer Stadtgebiet in allererster Linie friedliche Kundgebungen und Aufzüge, doch ist auch wieder mit Protestaktionen und unvermeidbaren Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

"Wir appellieren an die Vernunft aller Beteiligten und fordern ein friedliches und gewaltfreies Verhalten", so der Polizeieinsatzleiter. "Wer sich an die demokratischen Spielregeln hält, hat absolut nichts zu befürchten. Gegen gewalttätige Störer werden wir allerdings entschlossen und konsequent vorgehen!"

Da die Polizei zur Neutralität verpflichtet ist, sei es ihre Aufgabe, die Durchführung aller angemeldeten Versammlungen sowie auch einen friedlichen Protest zu gewährleisten.

"Grundsätzlich ist die Strategie der Polizei auf Deeskalation ausgerichtet. Unter anderem werden deshalb besonders geschulte Anti-Konflikt-Teams im Einsatz sein. Ein Garant für einen friedlichen Verlauf ist aber auch insbesondere eine konsequente Trennung der gegensätzlichen Versammlungslager. Hierzu haben wir uns auch in diesem Jahr wieder gut aufgestellt", zeigt sich Franz Semling vom polizeilichen Einsatzkonzept überzeugt.