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Diskutieren über das anstehende Jubiläum im Jahr 2017: Gesamtkoordinator Gerhard Baral, Ulrich Voss, Chefredakteur „Blickpunkt Juwelier“, Hans Peter Barth (egf-Trauringe), Philipp Reisert (C. Hafner), Marcus Mohr (Victor Mayer), Eberhard Auerbach-Fröhling (Trauringmanufaktur August Gerstner), PZ-Redakteur Gerd Lache und Juwelier Georg Leicht (von links). Foto: Seibel
Diskutieren über das anstehende Jubiläum im Jahr 2017: Gesamtkoordinator Gerhard Baral, Ulrich Voss, Chefredakteur „Blickpunkt Juwelier“, Hans Peter Barth (egf-Trauringe), Philipp Reisert (C. Hafner), Marcus Mohr (Victor Mayer), Eberhard Auerbach-Fröhling (Trauringmanufaktur August Gerstner), PZ-Redakteur Gerd Lache und Juwelier Georg Leicht (von links). Foto: Seibel
Der Dachgarten des „Parkhotels“ war voll besetzt. Foto: Seibel
Der Dachgarten des „Parkhotels“ war voll besetzt. Foto: Seibel
04.09.2015

250 Jahre Uhren und Schmuck: Ein Jubiläum, viele Perspektiven

Pforzheim. Wie wollen Stadt und Traditionsindustrie das Jubiläum „250 Jahre Schmuck, Uhren und Design aus Pforzheim“ feiern, welche Chancen bietet das 2017 anstehende Ereignis? Und wie steht es um Zeit und Budget? Dass es auf Fragen wie diese ganz unterschiedliche Blickwinkel gibt, hat eine Diskussion im „Parkhotel“ am Donnerstagabend gezeigt.

„Wer kennt heute noch ,Die Krone von Magmania‘?“, fragt PZ-Redakteur Gerd Lache ins Publikum und erntet verhaltene Reaktionen. Oberbürgermeister Gert Hager greift das beim vergangenen Jubiläum 1992 sehr erfolgreiche, dann aber vergessene Schmuckmusical auf, um erneut zu betonen, welche Bedeutung für ihn die längerfristige Wirkung des Projekts hat. „Es ist immer die Frage: Wollen wir nur feiern, oder wollen wir auch etwas Nachhaltiges?“ Die Fortsetzung der Ornamenta sei ein Versuch, dies zu erreichen.

Was das aus Sicht der Stadt bedeutet, schildert Gesamtkoordinator Gerhard Baral. „Es muss in der Bevölkerung pulsen“, so der bisherige Geschäftsführer des Kulturhauses Osterfeld. Bloßes Feiern genüge ihm nicht. „Das war eine meiner Bedingungen: Ich wollte kein Fest 2017 organisieren.“ Baral begreift sich vielmehr als Schnittstelle, die Ideen zusammenführt – ganz unterschiedlicher Art aus ganz unterschiedlichen Richtungen.

Die Voraussetzungen für solch eine Zusammenarbeit auch in der Industrie scheinen besser denn je. „Die Branche arbeitet heute viel enger zusammen“, sagt Eberhard Auerbach-Fröhling und erinnert an die Geheimniskrämerei vergangener Tage. „Man hilft sich auch mal aus“, sagt er und berichtet davon, wie Ersatz-CnC-Motoren den Weg von einem Unternehmen zum anderen finden, wenn es eng wird. Wäre die Industrie in Pforzheim als eine GmbH gegründet worden, betont Hans Peter Barth, „wäre es heute eine Group“ – mit mehreren Unternehmen unter einem Dach.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“.