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Die Autorin und Kunsthistorikerin Chris Gerbing kurz vor der Buchvorstellung in der Aula der Goldschmiedeschule. Foto: Meyer
Die Autorin und Kunsthistorikerin Chris Gerbing kurz vor der Buchvorstellung in der Aula der Goldschmiedeschule. Foto: Meyer
28.11.2018

250-jährige Historie der Goldschmiedeschule nun im Buchformat erhältlich

Pforzheim. Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule blickt auf 250 Jahre zurück. Kunsthistorikerin Chris Gerbing hat dies auf 160 Seiten aufgearbeitet. Am Mittwoch fand die Vorstellung statt.

Es sind prominente Pforzheimer, die mit ihren Textbeiträgen im Inhaltsverzeichnis stehen. Hanspeter Wellendorff etwa, der Seniorchef des gleichnamigen, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Schmuckunternehmens. Oder auch Herbert Mohr-Mayer (Victor Mayer), über den sich Ähnliches sagen lässt. Und natürlich hat auch der Name des Birkenfelder Unternehmens Chopard einen weltweiten goldenen Klang, dessen Chef Karl Scheufele ebenfalls seine Gedanken beigetragen hat zum Buch „Die Geschichte der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule – Der Beginn des Berufsschulwesens vor 250 Jahren in Pforzheim“.

Gestern Nachmittag ist der 160 Seiten umfassende, reich und bunt bebilderte Band der Autorin Chris Gerbing in der großen Ausbildungsstätte an der St. Georgen-Steige vorgestellt worden, die sich um den Titel als älteste Berufsschule der Welt womöglich einen Zweikampf mit einer Schule im nahen Karlsruher Stadtteil Durlach liefert. Fest stehe: „Baden ist das Ursprungsland der Berufsschulen“, sagt die promovierte Kunsthistorikerin Gerbing. „Aber die Goldschmiedeschule ist die erste Berufsschule der Welt, bei der es wochentags täglich Unterricht gab“. Sie sei auch die erste duale Berufsschule der Welt gewesen, nach einem Konzept, wie es Karl Friedrich Nebenius 1834 in seiner Publikation „Über technische Lehranstalten“ beschrieb – erst im folgenden Jahrhundert aber sollte der Begriff „duale Ausbildung“ entstehen.

Da blickte die Schule, die am 12. September 1768 in Pforzheim ihren Betrieb aufgenommen hatte, schon auf über anderthalb Jahrhunderte zurück. Weit ist auch der Blick der Autorin für ihr Werk: über den Tellerrand einer reinen Schul-Chronologie hinaus, das sei ihr wichtig gewesen, bettet sie die Historie der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule ein in die badische und deutsche, in die europäische Bildungsgeschichte, in soziale und wirtschaftliche Entwicklungen, die Situation von Lehrlingen, den Wandel der Gesellschaft.

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