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Die Scherben und die Verletzung waren echt, aber das Schaufenster in der Pforzheimer Südstadt ging zu Bruch, weil ein 26-Jähriger es selbst eingeschlagen hatte und nicht von einer fünfköpfigen Gruppe hineingestoßen wurde.
Die Scherben und die Verletzung waren echt, aber das Schaufenster in der Pforzheimer Südstadt ging zu Bruch, weil ein 26-Jähriger es selbst eingeschlagen hatte und nicht von einer fünfköpfigen Gruppe hineingestoßen wurde. © Symbolbild: dpa
17.01.2014

26-Jähriger erfindet Geschichte: Angriff durch Gruppe nur vorgetäuscht

Pforzheim. Groß war die Aufregung nach einem – vermeintlichen – Überfall auf einen 26-jährigen Mann. Dieser gab der Polizei gegenüber an, dass er am Neujahrsmorgen in der Pforzheimer Südstadtvon einer fünfköpfigen Gruppe getreten und gegen eine Scheibe gestoßen worden sei. Damals zog er sich schwere Schnittverletzungen zu und musste sogar im Krankenhaus nachbehandelt werden. Nun gestand er, dass diese Geschichte nur vorgetäuscht war.

Der junge Mann erzählte, am Neujahrsmorgen gegen 8.40 Uhr auf dem nördlichen Gehweg der Weiherstraße in Richtung der Herz-Jesu-Kirche unterwegs gewesen zu sein. Von der Kirche her wären ihm fünf junge Männer entgegengekommen. Nach der Begegnung habe er die Straßenseite gewechselt, worauf er unvermittelt von hinten in den Rücken getreten und gegen eine Scheibe gestoßen worden sei. Er berichtete damals, dass das Glas durch den Aufprall zersplitterte. Er zog sich dabei stark blutende Schnittverletzungen am Arm zu und musste mehrere Stunden in einem Krankenhaus ambulant nachbehandelt werden.

Aber die angeblich verübte gefährliche Körperverletzung durch diese Gruppe war nur vorgetäuscht. Die Geschichte habe er zunächst gegenüber seiner Familie angegeben. Nachdem er zu einer Anzeigenerstattung gedrängt wurde, behielt er diese bei. Gegenüber den ermittelnden Beamten des Polizeireviers Pforzheim-Süd zeigte der Übeltäter große Reue. Er möchte den Schaden wieder gutmachen. Damals habe er nur aus Frust und Ärger gegen die Scheibe geschlagen und nicht erwartet, dass diese dadurch zu Bruch geht. Vor allem habe er nicht damit gerechnet, dass er sich dabei selbst verletzen könnte.