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Besuch aus Polen: Michal Grzyb, Bartosz Rogowski (beide Regisseure und Filmpreisträger), Christine Müh (Geschäftsführerin KoKi), Artur Lecybil (vom KoKi „OKF Iluzja“, Tschenstochau) und Bartlomiej Osumek (Kulturamt Tschenstochau, von links).  Foto: Läuter
Besuch aus Polen: Michal Grzyb, Bartosz Rogowski (beide Regisseure und Filmpreisträger), Christine Müh (Geschäftsführerin KoKi), Artur Lecybil (vom KoKi „OKF Iluzja“, Tschenstochau) und Bartlomiej Osumek (Kulturamt Tschenstochau, von links). Foto: Läuter
Dieter Weber (ehemaliger Geschäftsführer des Kommunalen Kinos), Gerhard Baral (Gründungsmitglied), Christine Müh (KoKi-Geschäftsführerin) und Frank Neubert (Mitbegründer, Vorstand Verein zur Förderung der Kinokultur, von links) stehen für 30 Jahre Kontinuität. Foto: Läuter
Dieter Weber (ehemaliger Geschäftsführer des Kommunalen Kinos), Gerhard Baral (Gründungsmitglied), Christine Müh (KoKi-Geschäftsführerin) und Frank Neubert (Mitbegründer, Vorstand Verein zur Förderung der Kinokultur, von links) stehen für 30 Jahre Kontinuität. Foto: Läuter
18.09.2016

30 Jahre KoKi: Zeiten ändern sich, der Anspruch bleibt

Pvforzheim. Mit einem eintrittsfreien Abend haben am Freitag die Feierlichkeiten des Kommunalen Kinos (KoKi) zum 30-jährigen Bestehen begonnen. Gezeigt wurden vor rund 20 Zuschauern Kurzfilme aus der polnischen Partnerstadt Tschenstochau. Eigens zu diesem besonderen Anlass war eine Delegation aus Film- und Kulturschaffenden angereist. In Kooperation mit der deutsch-polnischen Gesellschaft war der Abend und die notwendige Übersetzungsarbeit für Gespräche, aber auch für die Untertitelung der Filme organisiert worden.

Artur Lecybil, Vertreter des polnischen KoKis „OKF Iluzja“, sagte, die Kinos ähnelten sich stark, sowohl vom Aufbau als auch der Programmausrichtung und der Größe des Vorführsaals. Jene Filmauswahl, die am Freitag gezeigt wurde, war durch einen Kurzfilmwettbewerb zusammengekommen, dessen einzige thematische Einschränkung lautet, sich mit Tschenstochau auseinanderzusetzen. Abwechslungsreich stellte sich diese dar und reichte von Animationsfilmen über Komödien bis hin zu einer Kurzdokumentation über die Arbeit mit blinden und sehenden Kindern.

Zwei der Regisseure, Michal Grzyb und Bartosz Rogowski, waren mit nach Deutschland gereist und standen dem Publikum nach der Vorführung für Gespräche zur Verfügung. Im Anschluss und ebenfalls eintrittsfrei wurde unter Beisein des Regisseurs Klaus Gietinger der Film „Daheim sterben die Leut‘“ gezeigt. Diese bitter-ironische Satire war auch vor 30 Jahren bereits im KoKi gezeigt worden und bildete den Auftakt für die Jubiläumsserie, für die der Programmrat Filme ausgewählt hat, die zwischen 1986 und heute gezeigt wurden.

Am Samstagabend fanden sich im KoKi rund 100 geladene Freunde und Förderer zu einer geschlossenen Feierlichkeit ein, darunter unter anderem Bürgermeisterin Sibylle Schüssler, Gründungsmitglied Gerhard Baral sowie der ehemalige Geschäftsführer des KoKi, Dieter Weber. Im Rahmen dieser Feier gab es Einblicke in die Geschichte des Kinos, das in den 1980er-Jahren im Kulturzentrum „Goldener Anker“ seinen Ursprung hatte. Dort waren lange Zeit in einem Hinterzimmer Filme gezeigt und besprochen worden, bis sich 1986 schließlich das leerstehende Cinema-Kino in der Jägerpassage als erster regulärer Spielplatz anbot.

Rund 300 Filme im Jahr

Mittlerweile ist das KoKi seit 2003 im Gebäude der Stadtbau zu finden und spielt an sieben Tagen die Woche rund 300 Filme im Jahr. Schüssler sagte in ihrer Rede, das Kino werde seinem kulturellen Auftrag mit den vielfältigen Filmreihen und Vorführungen vor Ort mehr als gerecht und erreiche zudem immer wieder neue Zielgruppen.

www.kommunales-kino-pforzheim.de