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Gemeinsam singen die Männer von MGV Arlinger, Singgemeinschaft Brötzingen und Rebstock-Quartett auf der Bühne der Schwarzwaldsängerhalle. Foto: Läuter
Gemeinsam singen die Männer von MGV Arlinger, Singgemeinschaft Brötzingen und Rebstock-Quartett auf der Bühne der Schwarzwaldsängerhalle. Foto: Läuter
21.11.2016

300 Besucher begeistert von Drei-Chöre-Festival

Pforzheim. Es ist eine Seltenheit dieser Tage, dass ein Chor beziehungsweise eine Singgemeinschaft eine derart große Veranstaltungshalle samt Restaurant und Nebenzimmern ihr Eigen nennt und diese zudem in Zeiten, in denen alle über Nachwuchsmangel klagen, mit so viel Leben und Begeisterung zu füllen weiß. Mit dem „Drei-Chöre-Festival“ ist der Singgemeinschaft Brötzingen (SGB), in deren Besitz sich die Schwarzwaldsängerhalle befindet, genau das am Samstagabend gelungen. Gemeinsam mit dem Rebstock-Quartett Pforzheim-Brötzingen sowie dem Männergesangverein Arlinger (MGV) und dessen Neuem Chor 07 hatte der „musikalische Westen“ der Stadt zu einem mehrstündigen Gesangsabend eingeladen.

Eingängig und vielfältig

Rund 300 Gäste waren gekommen, um einen gediegenen und humorvollen Lieberabend zu genießen. Dabei reichten die Darbietungen des MGV unter Leitung von Miriam Kurrle von Dauerbrennern wie „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens bis hin zu „Hallelujah“ des kürzlich verstorbenen Leonard Cohen.

Etwas nostalgischer ging es beim von Alex Rieger geleiteten Rebstock-Quartett mit Filmmelodien zu. Beispielsweise gab es da das Lied „Wir machen Musik“ aus dem gleichnamigen Revuefilm von 1942 zu hören, in dem die Schauspielerin Ilse Werner die Nummer gesungen hatte. Viel Applaus erhielt auch der Bass-Solist Udo Huhn-Rohrbacher, der Nino Rotas „Parla Piu Piano“ schmetterte.

Die Gastgeber der Singgemeinschaft, von Joachim Langnickel geleitet, brachten unter anderem „Londonderry-air“ oder so vielsagende Titel wie „Lieder sind wie Freunde“ zu Gehör. Zu außerordentlichen Darbietungen fanden sich zwischendurch auch die Frauen des MGV und der SGB auf der Bühne ein und sangen „Bunt sind schon die Wälder“. Gemeinsam gaben Männer und Frauen schließlich „Klänge der Freude“ zum Besten, und die Männer der drei Vereine sangen gemeinsam „Klinge Lied, lange nach“.

Hilfe für „Menschen in Not“

Dieter Zachmann, Vorsitzender der SGB, zeigte sich hoch erfreut über den großen Besucherandrang, wenngleich man nicht mit ganz so vielen gerechnet habe, wie er sagte. Dieser Andrang kommt gleichzeitig der PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ zugute, an die ein Teil des Eintrittserlöses gespendet wird. „Es ist in der näheren Zukunft nicht ausgeschlossen, dass es so ein Festival wieder gibt“, sagte Zachmann, ohne sich auf einen Zeitpunkt festzulegen.