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25.12.2009

400 Menschen bei Weihnachtsandacht vorm Hauptfriedhof

PFORZHEIM. Für viele Pforzheimer ist es am Heiligen Abend zur Tradition geworden, am Nachmittag kurz vor der Bescherung die evangelische Andacht auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof zu besuchen. In diesem Jahr versammelten sich rund 400 Besucher vor dem großen Weihnachtsbaum am Haupteingang des Friedhofs zu dieser gemeinsamen Feier.

Der evangelische Schuldekan Dr. Gerhard Heimzmann hielt die Ansprache und erinnerte an Schmerz und Trauer, die diesem Ort präsent seien, aber auch an das Licht und Leben der Weihnachtszeit. „Hier an diesem Ort sind wir besonders herausgefordert, mit der Friedensbotschaft an Weihnachten umzugehen“, sagte Heinzmann. Er betonte, dass dieses Fest der Liebe besondere Erinnerungen an die Toten hervorrufe, und dass sie durch diese Erinnerungen in den Herzen lebendig blieben.

Posaunentöne unterm Weihnachtsbaum

Begleitet wurde die Andacht von einem Posaunenchor, zusammengesetzt aus verschiedenen evangelischen Gemeinden und unter der Leitung von Thomas Clotz.

Mit Weihnachtsliedern wie „Macht hoch die Tür“, „Vom Himmel hoch“ oder mit „Oh du fröhliche“ konnten sich die Besucher der Andacht auf den Abend einstimmen.

„Viele, die heute auf dem Friedhof bei den Gräbern sind, schließen sich spontan der Andacht an. Das ist schön den Weihnachtsabend mit so vielen Leuten einläuten zu können“, so der Schuldekan.

Die Botschaft von Jesus Christus laute „Frieden und Gerechtigkeit“. Auch wenn die Menschen sich an einem Ort der Trauer versammelten, würde die tröstliche Botschaft vermitteln, so Heinzmann, dass bei Gott alle Toten geborgen seien. Mit einem Segen durch den Schuldekan fand die Andacht auf dem Hauptfriedhof dann einen besinnlichen Ausklang.