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Feiern gemeinsam das 40-jährige Bestehen der Diakoniestation: Theodor Leonhard (Diakoniepfarrer), Stefan Weber (Aufsichtsratsvorsitzender), Jürgen Rollin (Oberkirchenratsmitglied), Christiane Quincke (Dekanin), Helmut Müller (Geschäftsführer) und Karin Bäuerle-Goldberg (Pflegedienstleiterin) (von links). läuter
Feiern gemeinsam das 40-jährige Bestehen der Diakoniestation: Theodor Leonhard (Diakoniepfarrer), Stefan Weber (Aufsichtsratsvorsitzender), Jürgen Rollin (Oberkirchenratsmitglied), Christiane Quincke (Dekanin), Helmut Müller (Geschäftsführer) und Karin Bäuerle-Goldberg (Pflegedienstleiterin) (von links). läuter
25.10.2015

40-jähriges Bestehen der Diakoniestation: „Gut, dass wir einander haben“

Mit einem Festgottesdienst in der Stadtkirche ist am Sonntagabend das 40-jährige Bestehen der Diakoniestation gefeiert worden. Gestaltet wurde der Gottesdienst von Dekanin Christiane Quincke und Diakoniepfarrer Theodor Leonhard. Unter den Gästen befanden sich unter anderen die CDU-Landtagsabgeordnete Marianne Engeser und mehrere Stadträte, darunter Rolf Constantin, der an diesem Abend Oberbürgermeister Gert Hager vertrat.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Diakoniestation, Stefan Weber, sagte in seiner Begrüßungsansprache, Diakonie, also der Dienst am Menschen, gehe alle an. Sie gebe anderen Menschen Hilfe, Energie und Unterstützung, brauche all dies aber andererseits auch immer wieder, um ihren Aufgaben kontinuierlich nachkommen zu können.

Mit einer Frage-Antwort-Runde anstelle einer Predigt führten Quincke und Leonhard den Anwesenden den Diakoniegedanken und dessen Notwendigkeit für die Menschen einer Gemeinschaft vor Augen. Verschiedene Mitarbeiter der Diakonie verdeutlichten dies mit Geschichten aus ihrem Alltag und Gedanken zu ihrer Arbeit.

„Gut, dass wir einander haben, dass wir die Diakoniestation haben und Menschen, die diese schwere Arbeit gerne tun“, so Quincke. Schon zuvor habe es mit den Gemeindeschwestern solche Menschen gegeben, doch sei irgendwann eine bessere Vernetzung und eine bessere Bezahlung notwendig geworden, um gemeinsam das zu tragen, was benötigt wird. Die Leistungen der Diakoniestation umfassen heute unter anderem Behandlungspflege wie das Wechseln von Verbänden oder Setzen von Spritzen, verschiedene Pflegeleistungen, die Betreuung von Demenzkranken, einen Hausnotruf, Familienpflege bei Ausfall der Mutter oder auch Beratungseinsätze. Die Mehrzahl der Hilfeempfänger ist älter als 90 Jahre.

112 000 Hausbesuche pro Jahr

Die erste Diakoniestation der Stadt wurde am 24. Juni 1975 gegründet und war eine der ersten in Baden-Württemberg. Bereits drei Jahre später wurde die Diakoniestation in der Weststadt eröffnet, zu deren Einzugsbereich zu diesem Zeitpunkt bereits 18 Mitgliedsvereine zählten. Mittlerweile werden jeden Tag etwa 270 Hilfsbedürftige betreut. Pflegedienstleiterin Karin Bäuerle-Goldberg hat so im Jahr rund 112 000 Hausbesuche zu koordinieren. Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit dabei unter einen Hut zu bringen, verlange den Mitarbeitern einen großen Spagat ab, so die Dekanin.