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10.05.2011

420 Nordstadtschüler mit Bussen ausquartiert

PFORZHEIM. Manchmal kann Schule für Kinder ein richtiges Abenteuer sein, vor allem, wenn unplanmäßig etwas geschieht. Das bedeutet dann aber in der Regel Stress für die Lehrer. Am Dienstagmorgen zum Beispiel war Thomas Klotz, Leiter der Nordstadtschule, Schülerlotse, Dirigent, Disponent, Hirte und etliches andere mehr in einer Person, denn er musste rund 420 Schüler klassenweise und auf die Minute genau in neun Busse verfrachten. Den Kindern schien es zu gefallen, dass sie zu neuen Klassenzimmern in anderen Schulen zum Beispiel in Neulingen oder Enzberg gefahren wurden.

Bildergalerie: Schüler der maroden Nordstadtschule müssen zu anderen Schulen pendeln

Da die Nordstadtschule wegen mangelhafter Statik geschlossen werden musste, können die Schüler nun einmal erleben, wie es sich in moderneren Gebäuden, wie etwa in der Pestalozzischule, unterrichten lässt. Bis Ende Mai dauert der Pendelverkehr mit den Bussen der Stadtverkehr Pforzheim an. Heute morgen trafen sich die Schüler mit ihren Lehrern im Hof der Nordstadtschule und überquerten dann gemeinsam an der Fußgängerampel die Straße, um zu ihrem jeweiligen Bus zu gelangen. Die anwesenden Polizisten mussten nicht eingreifen, die Schülerkarawanen fanden geordnet den Weg zum abgesperrten Parkplatz bei der Bushaltestelle an der Nordstadtschule.

"Die Stimmung bei den Schülern war 1a", freute sich Klotz. Und: "Ich habe keine kritischen Elterntöne gehört." Voraussichtlich bis Anfang Juni werden Unterrichts-Container in der Schanzschule und mobile Klassenzimmer in der Nordstadtschule aufgebaut sein. Dann dürfte die Zeit der Wanderschaft vorbei sein. tok

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