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Karg, ungemütlich, schnell zu reinigen - eine Nacht in der Gewahrsamszelle ist kein Vergnügen. Für einen 44-Jährigen endete so eine Übernachtung mit dem Tod.
Karg, ungemütlich, schnell zu reinigen - eine Nacht in der Gewahrsamszelle ist kein Vergnügen. Für einen 44-Jährigen endete so eine Übernachtung mit dem Tod. © Meyer
16.05.2019

44-Jähriger stirbt in Pforzheimer Gewahrsamszelle – Ergebnis der Obduktion

Nach dem Tod eines 44-Jährigen in der Gewahrsamszelle des Polizeireviers Pforzheim-Nord am vergangenen Sonntag liegt mittlerweile das vorläufige Ergebnis der Obduktion vor.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei berichteten, konnte die genaue Todesursache bislang aber nicht festgestellt werden. Aus diesem Grund folgt jetzt noch eine chemisch-toxiokologische Untersuchung. 

Der 44-Jährige hatte Samstagabend volltrunken eine Flasche hochprozentigen Alkohol aus einer Tankstelle gestohlen. Als er anschließend erneut in die Filiale zurückkehrte, rief eine Angestellte die Polizei. Beamte brachten den Mann in die Ausnüchterungszelle.

Bevor der Mann in die Zelle gebracht wurde, bescheinigte ein Arzt seine Haftfähigkeit. Das ist der Polizeisprecherin zufolge der normale Vorgang. Außerdem würden die Liegen in den Zellen videoüberwacht und es gebe Gegensprechanlagen. Bei zusätzlichen regelmäßigen Kontrollen in dem Raum habe es am Abend und in der Nacht keine Auffälligkeiten gegeben.

Am Sonntagmorgen fanden Polizisten den 44-Jährigen leblos in der Zelle. Schon im Januar starben unabhängig voneinander zwei betrunkene Männer in Ausnüchterungszellen der Stuttgarter Polizei.