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Gina (oben) und Sylvia aus Prag in luftiger Höhe. Foto: Ketterl
Gina (oben) und Sylvia aus Prag in luftiger Höhe. Foto: Ketterl
Und jetzt verbeugen: Sandra Sperlich hat ihre Ponys im Griff. Foto: Ketterl
Und jetzt verbeugen: Sandra Sperlich hat ihre Ponys im Griff. Foto: Ketterl
Mario Massi lässt die Teller kreisen. Foto: Ketterl
Mario Massi lässt die Teller kreisen. Foto: Ketterl
22.12.2016

5. Pforzheimer Weihnachtscircus feiert Premiere

Pforzheim. Es duftet nach Popcorn und Zuckerwatte, aus den Lautsprechern klingt „White Christmas“, und Kinderaugen leuchten vor Vorfreude im Zelt des Pforzheimer Weihnachtscircus. Zum fünften Mal gastiert dieser auf dem Messplatz, um noch bis ins neue Jahr hinein mit seinen Vorstellungen das Publikum zu unterhalten. Auf den Sperrsitzen ist die Spannung förmlich mit Händen zu greifen, wo 49 Kinder auf den Beginn der Show warten. Eine Spende des Vereins „Wir helfen Kindern“ hat dem Familienzentrum Nord und seinen kleinen Gästen den Besuch ermöglicht.

Und dann geht es endlich los. Die Kinder klatschen begeistert, während das Sägemehl der Manege im Kunstnebel versinkt. Sandra Sperlich im Nikolauskostüm lässt erst ein in rotes Samt gekleidetes Pferd mal rechts-, mal linksrum durch das Rund traben, während die Sänger Torsten Moll und Kathrin Montag „Jingle Bells“ zum Besten geben. Dann folgen vier mit bunten Lichterketten behängte Ponys seinem Beispiel.

Meist treffsichere Jonglage mit Keulen, Fußbällen und den obligatorischen Fackeln hat die erste Halbzeit der Vorstellung ebenso zu bieten wie die Fingerfertigkeit von Mario Massi, der Teller tanzen, Löffel und Eier fliegen lässt. Die Umbaupausen durchspaßt ein Clown mithilfe mehr oder – in den meisten Fällen – weniger freiwilligen Assistenten aus dem Publikum. Dann geht es hoch hinaus. Unter der Zirkuskuppel beweisen Gina und Sylvia aus Prag, welche Kraft in ihnen steckt. Zwei Frauen mit einer gemeinsamen Luftnummer – einer der wenigen außergewöhnlichen Anblicke des Abends. Der Direktor des Hauses, Billy Sperlich, lässt fünf Pferde nach seiner Peitsche tanzen und knicksen, bevor Ludwig Berousek mit einem Handstand auf einer bedenklich schwankenden Stuhlpyramide sein enormes Gleichgewichtsgefühl unter Beweis stellt.

Einer wegen technischer Probleme langgezogenen Pause zwischen den beiden Vorstellungsteilen folgen neue Nummern der Artisten und Sänger. Da wird auf Rollen hochgestapelt und an Bändern, Trapez oder im Reifen in glitzernden Kostümen durch die Lüfte geturnt. Kamele drehen sich um die eigene Achse, Füße wirbeln Gegenstände durch die Luft, meterhoch reicht die Fontäne des Feuerspuckers – der Höhepunkt für die Kinder aus dem Familienzentrum. „Zugabe“ rufen sie begeistert und haben die kleinen Pannen zwischendurch damit längst vergessen.

Noch bis zum 8. Januar gastiert der Weihnachtscircus auf dem Messplatz. Zeit genug also, Bild- und Tonprobleme zu lösen sowie für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.