nach oben
Ein Blick aus der Luft zeigt das Freibadgelände, links oben den Wasserturm.
Ein Blick aus der Luft zeigt das Freibadgelände, links oben den Wasserturm.
Oberbürgermeister Willi Weigelt, damals als Stadtoberhaupt erst seit wenigen Monaten im Amt, beim symbolischen Scherenschnitt zur Eröffnung des neuen Freibads auf dem Wartberg, links neben ihm Stadträtin Renate Kuppe, rechts im hellen Mantel Bürgermeister Fritz Wurster. Stadtarchiv
Oberbürgermeister Willi Weigelt, damals als Stadtoberhaupt erst seit wenigen Monaten im Amt, beim symbolischen Scherenschnitt zur Eröffnung des neuen Freibads auf dem Wartberg, links neben ihm Stadträtin Renate Kuppe, rechts im hellen Mantel Bürgermeister Fritz Wurster. Stadtarchiv
Der Regenschirm war ständiger Begleiter bei der Eröffnung der neuen Anlage. Die deutsche Sprungelite glänzte dabei mit Sprüngen auch vom Zehn-Meter-Turm. Foto: Stadtarchiv
Der Regenschirm war ständiger Begleiter bei der Eröffnung der neuen Anlage. Die deutsche Sprungelite glänzte dabei mit Sprüngen auch vom Zehn-Meter-Turm. Foto: Stadtarchiv
20.05.2016

50 Jahre Wartberg-Bad – schwimmen und sonnen hoch über der Stadt

Pforzheim. Schon bald zeigte sich in den Jahren des Wiederaufbaus, dass das einzig noch vorhandene Freibad in Dillweißenstein den Bedürfnissen nicht mehr gerecht wurde. Erste Neuplanungen befassten sich unter anderem mit dem Brötzinger Tal als möglichem Standort, dem jedoch ein künftiges Industriegebiet im Oberen Enztal vorgezogen wurde.

Daraufhin wurde das Gewann „Hanfäcker“ favorisiert, das aber ausscheid, weil sich das Gelände vorwiegend in privatem Besitz befand und dieser nicht erworben werden konnte. So fiel der Blick auf den Wartberg, wo durch Beschluss des Gemeinderats vom 6. Dezember 1960 ein Höhenfreibad nach einem Entwurf des städtischen Planungsamts entstehen sollte. Dafür sprach unter anderem:

Das Gelände befand sich bereits überwiegend in städtischen Besitz. Verkehrsmäßig war das gesamte Gebiet bereits weitgehend erschlossen. Ein Wasserturm (39 Meter hoch, ohne heutige Antenne) zum Einbau der zusätzlich erforderlichen Behälter für ein Freibad befand sich vor Ort. Es ist eine landschaftlich schöne Lage (rund 100 Meter über der Innenstadt) mit Ausblick auf Pforzheim und die umgebenden Höhen.

Voraussetzung für den Bau des Freibads war jedoch, die Turngesellschaft umzusiedeln, die hier seit rund 30 Jahren ihre Anlage mit Sportplatz und Vereinsheim hatte. Daher hatte die SPD-Gemeinderatsfraktion im Oktober 1961 an OB Brandenburg den Antrag gestellt, diese Sportplatzanlagen zu belassen, sie jedoch zu modernisieren und das Freibad nach Norden in den windgeschützten Bereich zu verlegen. Dies auch deshalb, weil es Bedenken aus der Bevölkerung wegen möglicher Windprobleme gegeben hatte. Daher hatte die Stadtverwaltung ein Gutachten vom Deutschen Wetterdienst eingeholt, das feststellte, dass die Wetterverhältnisse für den Bau einer Freibadanlage auf dem Wartberg günstig sind“.

„Ein Kleinod auf dem Wartberg. Eine großartige Anlage. . . “ schrieb die PZ zur Eröffnung des Wartbergfreibads, am 21. Mai 1966. Es war ein Freudentag, aber auch ein Regentag. Mittlerweile ist die Anlage trotz vieler Ergänzungen und notwendiger Sanierungsmaßnahmen längst in die Jahre gekommen. Ja, das Höhenfreibad war sogar von der Schließung bedroht. Dies konnte dank eines Fördervereins verhindert werden. Wie die Zukunft aussehen wird? Auf diese Frage gibt es im Jubiläumsjahr noch keine Antwort. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.