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20.03.2010

500 Menschen kämpfen für Erhalt des Wartbergbades

PFORZHEIM. Knapp 500 Meschen haben am Samstagvormittag in der Pforzheimer Innenstadt gegen die mögliche Schließung des Wartbergfreibades demonstriert. Marc Budwitz, einer der zahlreichen Gegner einer Schließung, warf der Stadtverwaltung unsoziales Verhalten vor. Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager hatte am Freitag bei der Vorstellung der Streichliste erklärt, dass die Stadt kein Geld für eine Öffnung des Wartbergfreibades in den Haushaltsplan eingestellt habe.

Bildergalerie: 500 Menschen demonstrieren gegen Schließung des Wartbergbades

Die Stadtverwaltung nenne falsche Zahlen und setze falsche Prioritäten, meinte er bei der Demonstration auf dem Marktplatz. "Das Wartbergfreibad ist der Garten vieler Pforzheimer, denn nicht alle haben einen eigenen Garten wie die Gemeinderäte", sagte Budwitz.

Bildergalerie: Schließung des Wartberg Freibads

Der ehemalige Pforzheimer Oberstaatsanwalt Hans-Werner Schwierk äußerte sich ähnlich: "Das Wartbergfreibad hat eine große Bedeutung für die Pforzheimer. Dadurch spart die Stadt sich einige Streetworker."

Die Pforzheimer Stadtverwaltung hatte am Freitag erklärt, das Wartbergbad erwirtschafte ein jährliches Defizit von 220.000 Euro. Zudem stünden Sanierungsmaßnahmen mit Kosten von mehreren Millionen Euro an. Sie sieht eine Möglichkeit zur Wiedereröffnung des Bades nur dann gegeben, wenn ein Investor gefunden oder das Freibad durch das ehrenamtliche Engagement in eine Art "Bürgerbad" umgewandelt würde.