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07.02.2010

50-Jähriger stirbt nach Messerangriff in Durlacher Straße

PFORZHEIM. Der 50-jährige Mann, der am Mittwoch von einem 34-jährigen Bekannten in Pforzheim niedergestochen wurde, ist am Samstagmorgen nach Angaben der Staatsanwaltschaft gestorben. Der Täter sitzt weiterhin in Untersuchungshaft, gegen ihn wird nun wegen vollendetem Totschlags ermittelt.

Zusammen mit einem weiteren Mann hatten das Opfer und der Beschuldigte am Mittwoch den ganzen Tag über in der Wohnung des Geschädigten Alkohol konsumiert. Kurz vor Mitternacht war es zu einem Streit gekommen, im Verlauf dessen der Beschuldigte von seinem späteren Opfer schwer beleidigt worden war. Daraufhin ergriff er ein in der Wohnung bereits vorhandenes Klappmesser, klappte es auf und stach mindestens zwei Mal auf den Geschädigten ein. Er traf dabei in den Brust- und Bauchbereich und verletzte mehrere Arterien sowie die Leber. Der dritte Mann wachte auf und wurde Zeuge dieses Angriffs. Er stieß den Täter zurück und verdrehte diesem den Arm, so dass er das Messer fallen ließ.

Die anschließend alarmierten Rettungskräfte konnten den 50-jährigen zunächst reanimieren und ins Klinikum bringen. Dort wurde er mehrfach operiert, verstarb aber am Samstag in den frühen Morgenstunden.

Der geständige Täter wurde noch am Tatort von der Polizei festgenommen und am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. „Da das Opfer verstorben ist, ermitteln wir nun wegen eines vollendeten Tötungsdelikts“, erklärte Oberstaatsanwalt Christoph Reichert. Die Staatsanwaltschaft wird eine Obduktion der Leiche veranlassen, um Beweise zu sichern.