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Jeder macht sich auf seine Art Gedanken zum Thema 23. Februar: Liana Früh, Flora Kling (Kepler-Gymnasium), OB Peter Boch, Lina Schütz (Kepler-Gymnasium), Angelika Drescher (Kulturamts-Chefin), Dlkhwaz Barakat (Kepler-Gymnasium) und Susanne Reinmüller (Kulturamt, von links).  Foto: Meyer 

73. Jahrestag: Programm für 23. Februar in Pforzheim steht

Pforzheim. Am Ende haben sie sich doch noch zusammengerauft: der „Arbeitskreis 23. Februar“ und die Stadtverwaltung, insbesondere in Gestalt von OB Peter Boch, der den 73. Jahrestag der Bombardierung Pforzheims gerne entpolitisiert hätte.

Fast zumindest – denn im Gegensatz zu früheren Jahren findet die Aktion „Fackeln aus“ der „Initiative gegen Rechts“ (IGR) in Form des Anbringens eines großen Transparents am Wasserturm auf dem Wartberg nicht (mehr) statt. Die Stadt war zwar nicht Initiator, sondern half in den vergangenen Jahren beim Anbringen des Banners und glänzte durch Bürgermeister-Anwesenheit. Noch kurz vor Weihnachten schien der Termin auf dem Wartberg „gesetzt“ – eben einen Tag vor der Fackel-„Mahnwache“ der Ultra-Rechten. Die IGR, so Pressesprecher Philip Mukherjee, habe heuer weder um Unterstützung gebeten, noch sei man mit dem Wunsch an die Stadt herangetreten, eine Veranstaltung in den Flyer aufzunehmen. IGR-Sprecherin Katrin Lechler begründet die Abstinenz mit Kapazitätsgründen.

Optisch viel her machen die in Bildtafeln visualisierten Gedanken, die sich Schüler (vor allem des Kepler-Gymnasiums) zum Thema gemacht haben. 19 dieser Tafeln sind im „Stadtlabor“, dem Pavillon unterhalb des Ratssaals, ausgestellt. Gedacht wird der Toten traditionell bei der zentralen Gedenkfeier auf dem Hauptfriedhof und seit einigen Jahren in der Innenstadt, auf dem Marktplatz – bevor die Glocken aller Pforzheimer Kirchen 20 Minuten lang läuten werden, um an die Schicksalsnacht der Stadt zu erinnern.

www.kultur.pforzheim.de

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