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Schulterschuss: Aids-Hilfe-Leiterin Claudia Jancura, Sozialarbeiter Denis Hasani, Grünen-Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann, die Vorsitzende Iris Augenstein, und die Öffentlichkeitsreferentin Grit Butz sowie Praktikant Caleb Davis (von links). Foto: Privat
Schulterschuss: Aids-Hilfe-Leiterin Claudia Jancura, Sozialarbeiter Denis Hasani, Grünen-Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann, die Vorsitzende Iris Augenstein, und die Öffentlichkeitsreferentin Grit Butz sowie Praktikant Caleb Davis (von links). Foto: Privat
20.08.2017

Abgeordnete Seemann trifft Mitarbeiter der Aidshilfe

Pforzheim. Zu einem Gespräch ist Grünen-Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann mit den haupt- und ehrenamtlichen Aktiven der Aids-Hilfe zusammengekommen. „Auch wenn durch den medizinischen Fortschritt eine HIV-Infektion seit längerer Zeit kein Todesurteil mehr bedeutet, leiden die Betroffenen unter zu wenig Aufklärung der Gesellschaft“, so Leiterin Claudia Jancura.

Daher sei ein Teil der Arbeit der Beratungsstelle auch mit sozialen Trägern, Ärzten, Krankenhäusern und deren Personal und ganz allgemein mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten. Zur Präventionsarbeit gehöre auch die Aufklärung an Schulen. „Die Infektionsrate hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. In unseren Veranstaltungen klären wir über HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten auf, sprechen über Verhütung und Sexualität allgemein. Wir erleben immer wieder, dass bei Schülern ein großer Informationsbedarf herrscht. Bei uns können sie ganz offen Fragen stellen und bekommen ebenso offene Antworten“, sagt Denis Hasani, Sozialarbeiter in der Aids-Hilfe.

„Ihr Wirken gegen Diskriminierung ist beispielhaft“, so Seemann über die Aids-Hilfe, die das Engagement des Vereins für Akzeptanz und Anerkennung der Vielfalt von Geschlecht und Lebensentwürfen hervorhebt. „Mit dem Festival ,City under the Rainbow‘ konnten wir auch in diesem Jahr wieder ein schönes Fest mit zahlreichen Interessierten feiern und die Anliegen der LSBTTIQ in der Öffentlichkeit sichtbar machen“, erläutert Grit Butz, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. LSBTTIO steht für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell, Transgender, Intersexuell und Queer. Iris Augenstein, zweite Vorsitzende des ehrenamtlichen Vorstandes, ergänzt: „Dass dies nach wie vor relevant ist, zeigt sich schon allein in der Tatsache, dass es auch beim diesjährigen Festival schwierig war, Sponsoren für die Ausrichtung des Festes zu gewinnen. Die meisten Unterstützer wollen dann auch gar nicht genannt werden.“

Das Fest konnte schließlich auch dank der Unterstützung durch Landesmittel stattfinden. „Mit dem Aktionsplan ,für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg‘, der seit 2015 in Kraft ist, setzt sich die Landesregierung für politische Bildung für ein Klima der Offenheit und die Sensibilisierung für eine tolerante und gleichberechtigte Gesellschaft ein. Er entstand in Zusammenarbeit mit allen Ministerien der Landesregierung“, erklärt Seemann.