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Irmgard (links) und Bernhard Mohr überreichen mit Otto Rombach (rechts) den Scheck an Marianne Engeser.  Foto: Moritz 

Abschied in „Ketterers Braustüble“: Montagskreis traf sich seit 1949 - und jetzt nach 70 Jahren zum letzten Mal

Pforzheim. Sie haben in jungen Jahren den Krieg erlebt und sind über die Jahrzehnte gemeinsam alt geworden. Nach 70 Jahren will der „Montagskreis“ jetzt den Schlussstrich ziehen. Ein letztes Mal sind die Freunde in „Ketterers Braustüble“ zusammengekommen – natürlich an einem Montag.

„Wenn ich hier so in die Runde schaue, kommen mir Zweifel, ob das die richtige Entscheidung ist“, so der Vorsitzende Bernhard Mohr „mit einer Träne im Knopfloch“. Doch der Kreis, aus dem etliche Stadträte hervorgegangen sind, ist kleiner geworden. Waren es beim 60-jährigen Bestehen noch 75 Feiernde, sind es an diesem Abend noch 20. Und die Organisation wird dem mittlerweile 91-Jährigen zu viel.

Entstanden ist der Kreis 1949 „mit bangen Zukunftsaussichten“. Damals scharte der mittlerweile verstorbene Unternehmer Victor Mohr, Bernhard Mohrs Bruder, die verbliebenen Freunde um sich. Weil das erste Treffen an einem Montag stattgefunden hatte, entschied man sich Mitte der 1950er-Jahre für den Namen „Montagskreis“, kurz „Mokre“. Die restlichen Rücklagen in Höhe von 1100 Euro spendet der „Mokre“ an Marianne Engeser, Vorsitzende des Fördervereins des Christlichen Hospizes.

Und so ganz lassen wollen sie es am Ende dann doch nicht. „So kann man ja nicht auseinandergehen“, findet Mohr. So ist für Anfang Februar ein Treffen angesetzt.

Mehr über den Montagskreis lesen Sie am Mittwoch, 11. Dezember, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

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Anke Baumgärtel

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