nach oben
Schulleiter Klaus de Jong (Mitte) bei seiner Verabschiedung mit Schulbürgermeisterin Monika Müller und Volker Traub, Leiter des Staatlichen Schulamts Pforzheim. Foto: Seibel
Schulleiter Klaus de Jong (Mitte) bei seiner Verabschiedung mit Schulbürgermeisterin Monika Müller und Volker Traub, Leiter des Staatlichen Schulamts Pforzheim. Foto: Seibel
17.07.2015

Abschied vom „Vollblutpädagogen“ Klaus de Jong

„Ich lass los, lass jetzt los“, sang die achtjährige Esmeralda D‘Eugenio im Gemeindesaal der Matthäuskirche. „Ich geh‘ nie mehr zurück, das ist Vergangenheit.“ Passendere Zeilen hätte die Zweitklässlerin von der Arlingerschule für ihren Soloauftritt bei der Verabschiedung des Schulleiters Klaus de Jong nicht wählen können. Ende Juli geht der 66-Jährige in den Ruhestand.

„Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt“, sagte de Jong, während er vor Beginn der Veranstaltung Glückwünsche und Geschenke entgegennahm. „Im Arlinger gehöre ich inzwischen zum Inventar.“ Wie engagiert Schüler, Lehrer und Eltern sind, zeigten der Auftritt der Schulband oder der Einsatz der sogenannten Boomwhackers, das sind unterschiedlich lange Kunststoffröhren, die durch Schlagen Töne erzeugen. „Musik ist ein großes Thema an der Schule“, sagte Konrektor Markus Oppermann.

Seit 1988 hat de Jong die Bildungseinrichtung geleitet. Zuvor war er unter anderem an der Nordstadtschule, am Keplergymnasium und an der Schanzschule als Pädagoge tätig. Er blickt auf fast 45 Jahre als Lehrer, Konrektor und Schulleiter zurück. „Es ist beeindruckend, was Sie erlebt und geleistet haben“, betonte Volker Traub, Leiter des Staatlichen Schulamts Pforzheim und bezeichnete de Jong als „Vollblutpädagogen“. Dieser war zudem Drogenberater, nahm an Fernstudiengängen teil und schrieb an Büchern mit.

Schulbürgermeisterin Monika Müller spannte den Bogen zu dessen Leidenschaft für das Bogenschießen. „Das passt gut zu Ihrer Arbeit als Schulleiter“, sagte sie und erntete einige Lacher. „Beim Bogenschießen spielen Anspannung und Loslassen zusammen“, zog die Bürgermeisterin eine Parallele. De Jong verriet, er wolle sich auch der Acrylmalerei widmen. „Dazu habe ich in den vergangenen Jahren keine Muse gefunden.“ Über seinen Nachfolger wird der Pforzheimer Gemeinderat Ende Juli abstimmen. „Einen Kandidaten gibt es schon“, so Müller. Sie rechnet damit, dass die Leitung nahtlos weitergehe.