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Reformator auf Sackkarre: Das lebensgroße Abbild Luthers ist verladen, Claudia Becker und Lucas Schickle geben ihm das Geleit in Richtung Karlsruhe.
Reformator auf Sackkarre: Das lebensgroße Abbild Luthers ist verladen, Claudia Becker und Lucas Schickle geben ihm das Geleit in Richtung Karlsruhe.
30.07.2017

Abschied von Mensch Luther - Marke von zehntausend Besuchern ist knapp verfehlt

Pforzheim. Es ginge immer noch besser: Exakt 9372 Besucher haben bis zum letzten Öffnungstag abends um 19 Uhr die elf Wochen genutzt, in denen zwischen dem 15. Mai und dem 28. Juli – also dem vergangenen Freitag – die Aussstellung „Mensch Luther“ in der Schloßkirche Pforzheim zu sehen gewesen ist.

„Wir waren die letzten Tage ausgebucht, mehr geht dann leider nicht“, sagt Claudia Becker als Pressesprecherin des evangelischen Kirchenbezirks Pforzheim-Stadt. Denn zum Ende der Ausstellung hin hätten sich die Anfragen nach Führungen – andere Besuchsmöglichkeiten gab es nicht – noch einmal gehäuft, während es zur Halbzeit noch Kapazitäten gegeben hätte.

Zu Beginn hatten sich die Organisatoren einmal die Zahl von 8000 Besuchern als Marke für den Erfolg der Ausstellung gesetzt, berichtet Becker weiter; schließlich habe es ja die Konkurrenz durch die zahlreichen Aktivitäten des Schmuckjubiläums gegeben. Deshalb sei „Mensch Luther“ in Pforzheim durchaus als Erfolg zu werten, auch wenn man die 10 000-Besucher-Marke knapp verpasst habe und sie angesichts der jüngsten Nachfrage wohl hätte erreichen können. Die Rückmeldungen, die Resonanz, seien jedenfalls sehr positiv, was sich auch in den Einträgen im Gästebuch zeige. Ein Erfolg sei die Ausstellung zu Leben und Werk des Reformators in einer Hinsicht ganz sicher gewesen: „Begeisternd“, so Becker, war das Miteinander vieler evangelischer Gemeinden aus der ganzen Stadt, darunter etwa der brasilianischen Gemeinde oder der Stadtmission, und der Helfer aus diesen Gemeinden an dem Großprojekt, das Gemeinsamkeiten bei der Vorbereitung – alleine schon beim Nähen der historischen Kostüme – und während der elf Wochen geschaffen und vertieft habe.

Wer die Ausstellung verpasst hat, kann sie bald – konkret: vom 17. September bis 19. November in Karlsruhe sehen. In der Matthäuskirche in der Karlsruher Südweststadt werden in den kommenden Wochen die Eindrücke fürs Erleben mit allen Sinnen inklusive Düften vorbereitet, in der Klosterzelle in Erfurt, auf dem Marktplatz von Wittenberg oder dem Reichstag in Worms.