760_0900_127128__A1F1931.jpg
Michel Arnould erhielt 2014 in Pforzheim die Bürgermedaille. Am Donnerstag ist er im Alter von 80 Jahren verstorben. 

Abschied von Michel Arnould: Motor der Aussöhnung gestorben

Pforzheim/Cornimont. Die Stadt Pforzheim nimmt Abschied von Michel Arnould, der am  Donnerstag, 6. Mai, im Alter von 80 Jahren in Cornimont, Vogesen, verstorben ist. Er hinterlässt drei Töchter mit ihren Familien. Als Vorstand von „Les Amis de Pforzheim“ war Michel Arnould für sein außerordentliches Engagement bei der Pflege der Beziehung zwischen Pforzheim und La Bresse bekannt.

„Sein fester Wille und sein Einsatz für die deutsch-französische Freundschaft waren beispielhaft und zukunftsweisend“, so OB Peter Boch. Arnould, 1940 in La Bresse geboren, war im Herbst 1944 einer der jüngsten Zeugen der Kriegsgewalt in den Vogesengemeinden. Nach seiner Schulausbildung wurde er Lehrer und unterrichtete deutsche Sprache und Musikerziehung.

760_0900_51991_.jpg
Pforzheim

Die letzten Zeugen - Michel Arnould schreibt Geschichte französischer Zwangsarbeiter nieder

Nach seiner Pensionierung im Jahr 2000 kehrte er in sein Heimatdorf La Bresse zurück. Er wurde zum Ansprechpartner der Stadt Pforzheim in den Vogesengemeinden La Bresse, Cornimont und Ventron. Er organisierte Fahrten nach Pforzheim, um mit ehemaligen Zwangsarbeitern und deren Familien Erinnerungsorte zu besuchen und ihnen die heutige Stadt näherzubringen. Auch nahm er an den jährlichen Gedenkfeierlichkeiten am 23. Februar teil. 2014 erhielt er für seinen Einsatz die Bürgermedaille.