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Sie haben die erste Hürde auf dem Weg zum Abi genommen: Die Kepler-Gymnasiaten Lisa Jung, Felizian Orlowski, Karim Amali, Dawdu Abu, Dawid Markowitcz, Ufuk Aydemir, Laura König und Ana Beck (von links) nach ihrer Deutsch-Prüfung, die sie zuvor unter strengen Hygienemaßnahmen über acht Klassenzimmer verteilt (Bild rechts) geschrieben haben.  Foto: Meyer/Bernhagen 
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Abschlussklassen auf der Zielgeraden: Schulen starten mit Deutschprüfungen - sogar in der Turnhalle

Fast alle Schulen sind am Mittwoch mit Deutsch in die Prüfungen gestartet. Hunderte Schüler machen trotz Corona nun ihren Abschluss.

Denn während die finalen Klausuren an Gymnasium, Real- und Werkrealschule sonst auf unterschiedliche Termine fielen, ging es im Pandemiejahr für alle gleichzeitig los. Alle, das sind dieses Mal 356 Abiturienten an den allgemeinbildenden, 298 an den beruflichen Gymnasien sowie rund 540 Real- und Werkrealschüler.

Nach den Unsicherheiten der vergangenen Wochen herrscht bei der Mehrheit dabei weniger Nervosität als Erleichterung. „Ich habe mir wenig Stress gemacht, es ist ja auch nur eine Prüfung“, sagt Petra Leicht, als sie mit ihrer Mitschülerin Joela Schüle die Treppen des Kepler-Gymnasiums hinuntersteigt. Beide fanden die Aufgaben zu den Lektüren - „Faust“, „Der goldene Topf“ und „Steppenwolf“ - fair, insgesamt sei das Deutsch-Abi machbar gewesen. Ähnlich sehen das Sipel Dinom, Mariam Plaseny und Kareema Chooquee, die ihre Prüfungen an der Inselrealschule geschrieben haben. „Es gab keine Überraschungen“, stellt Kareema zufrieden fest.

Das große Aufseufzen ihrer Schützlinge haben auch die Lehrer registriert. „Man hat heute Morgen richtig gemerkt, dass viele Schüler einfach nur froh waren, dass es jetzt endloch losgeht“, berichtet Adrian Hakenjos, Konrektor des Kepler-Gymnasiums. Von den 88 Abiturienten am „Kepler“ sind am Mittwoch 86 zum Haupttermin erschienen - zwei wollen, wie wegen der Coronakrise ohne Angaben von Gründen erlaubt, den Nachtermin im Juni wahrnehmen. Insgesamt, so Schulleiterin Heike Reifurth, sei alles reibungslos verlaufen.

Wobei, ganz so wie sonst ist es dann doch nicht. Statt in fünf Klassenräumen sind die Abiturienten am „Kepler“ auf acht verteilt. Zwei Schüler, die zur Risikogruppe zählen, haben sogar ihr eigenes Zimmer inklusive Aufsichtsperson. Auf die Toilette geht es nur mit Mundschutz. Da die Duden nicht mehr geteilt werden können, bekommt jeder seinen eigenen. „Wir mussten um 20 Stück aufstocken“, sagt Eva Bernhagen, Leiterin des Fachbereichs Sprachen. Da das Theodor-Heuss-Gymnasium dieses Mal keinen Abschlussjahrgang hat, konnte man sie aber dort leihen, statt sie zu kaufen.

Doch auch an anderen Schulen wurde coronabedingt umdisponiert. „Wir mussten die Prüfung in die Turnhalle verlegen, da sonst die Abstände nicht gereicht hätten“, berichtet Klaudia Rupp, Rektorin der Insel-Werkrealschule. Ihr Kollege Roland Weißer nebenan, Leiter der Insel-Realschule, hatte es dagegen leichter. „Wir haben genug Platz, und die Tische waren ja schon auseinandergeschoben“, sagt der Lehrer. Und das bleiben sie vorerst auch – bis zur nächsten Prüfung.

Mehr über am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Die Prüfungstermine

Gymnasien:

Montag, 25. Mai: Englisch

Dienstag, 26. Mai: Mathe

Mittwoch, 27. Mai: Französisch

Donnerstag, 28. Mai: weitere Kernfächer wie Biologie, Chemie, Geschichte, Wirtschaft oder Religion

Freitag 29. Mai: Latein

Realschulen- und Werkrealschulen:

Montag, 25. Mai: Mathe

Mittwoch, 27. Mai: Englisch

Hauptschulen:

Dienstag, 16. Juni: Deutsch

Donnerstag, 18. Juni: Mathe

Montag, 22. Juni: Englisch

Jeanne Lutz

Jeanne Lutz

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