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264 Kinder wollen am Theodor-Heuss-Gymnasium unterrichtet werden.
11.04.2013

Acht G9-Klassen am Heuss-Gymnasium, keine am Hebel

Pforzheim/Stuttgart. Lange war eine Reaktion des Landes erwartet worden, jetzt ist sie endlich da: Um der Anmeldeflut gerecht zu werden, bekommt das Pforzheimer Theodor-Heuss-Gymnasium Landesmittel für mindestens acht Klassen. Dort machen die Schüler ihr Abi in neun statt acht Jahren. Bereits im kommenden Schuljahr wird wohl auch das Hebel-Gymnasium einige G9-Klassen beherbergen – aber keine eigenen.

Bildergalerie: Erste Abiplakate vor Theodor-Heuss-Gymnasium

Am Donnerstag verkündete Pforzheims Bildungs-Bürgermeisterin Monika Müller das Ergebnis eines Gesprächs mit Kultusminister Andreas Stoch: „Das Theodor-Heuss-Gymnasium bekommt seitens des Landes die erforderlichen Ressourcen, um möglichst viele G9-Wünsche zu erfüllen.“ Konkret können und dürfen mindestens acht, gegebenenfalls neun neue Klassen gebildet werden. Damit stehen die Chancen gut, alle 264 angemeldeten Schüler am THG aufzunehmen.

Umfrage

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Eine von einigen Eltern erhoffte Öffnung des Hebel-Gymnasiums als weiteres G9-Gymnasium sei aufgrund der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Zahl von 44 Standorten nicht möglich: „Ich habe allerdings deutlich darauf hingewiesen, dass diese Option als sinnvolle und nachhaltige Lösung weiterhin von der Stadt Pforzheim eingefordert werden wird“, so Monika Müller. Bereits im kommenden Schuljahr werde das Hebel-Gymnasium zwar voraussichtlich einige G9-Klassen beherbergen. Dies werden dann aber THG-Klassen sein.

Die räumliche Unterbringung von acht bis neun Klassen werde zwar nicht einfach, „aber wir kriegen das hin“, ist sich Bürgermeisterin Monika Müller sicher. Zugleich dankt sie allen Eltern und politisch Engagierten, die sich für die Verwirklichung der Wahlfreiheit eingesetzt haben. Die Bürgermeisterin hat im Anschluss an diese Vereinbarung umgehend die Elternvertreter und die beiden Rektoren, Udo Kromer vom THG und Ulrich Berner vom Hebel-Gymansium verständigt.