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Der Haarschnitt ist gewöhnungsbedürftig, die Gute-Laune-Musik von "Viermannzelt" ist dafür umso eingängiger. © Jaehne
01.08.2010

Acht Mal Rock auf dem Dachgarten ergibt eine runde Sache

PFORZHEIM. Laut, heiß und gut besucht: Auf dem Dachgarten des Schlössle-Galerie kann man nicht nur entspannen und den Ausblick auf Pforzheims Skyline bewundern, sondern auch ganz schön rocken. Das bewies das Dachgartenfestival am Samstag.

Im grünen Gras liegen, die Sonnenstrahlen genießen und einen kühlen Caipirinha in der Hand: rechtzeitig zum ersten „Dachgartenfestival“ hielt der Sommer erneut Einzug in die Stadt und verwandelte Parkanlage auf der Schlösslesgalerie in ein echtes Kleinod in Mitten der Goldstadt, wie man es beispielsweise sonst nur aus dem englischen Garten in München kennt. „Leider gibt es immer noch einige Leute, die diesen Dachgarten immer noch nicht kennen“, erklärt die Organisatorin Nicole Rauchenberger aus Baden-Baden. „Das wollen wir mit diesem Festival ab sofort ändern.“ Zum Beispiel mit freien Eintritt für alle Gäste.

Bildergalerie: Dachgartenfestival

„Wichtig war uns vor allem, eine Party von Pforzheimern für Pforzheimer zu organisieren“, wie Nicole Rauchenberger weiter berichtet: So komme nicht nur Moderator Philipp Broll, sondern auch alle acht Bands des über sechsstündigen Konzertes aus der unmittelbaren Region. Zum Beispiel die Band „4MannZelt“, die laut eigenen Aussagen „verliebt in Pforzheim“ sind und ihre erste offizielle Single sogar ihrer Heimatstadt gewidmet haben. In einem musikalischem Mix aus Schlager und melodiösem Punkrock à la „Tote Hosen“ wurden unter anderem regelrechte Schlachthymnen auf das Team des lokalen Eishockeyclubs der Blue Gold Stars zum Besten gegeben.

Nicht nur die Temperaturen, auch das Quecksilber auf dem Gute-Laune-Barometer sollte heute weiter in die Höhe getrieben werden. Dabei legten die Veranstalter des „Dachfestivals“ jedoch nicht nur auf Partystimmung, sondern auch auf musikalische Vielfalt einen großen Wert: „Das stilistische Repertoire reicht von Rock und Pop bis hin zu Soul, Jazz und Funk“, meint Moderator Philipp Broll, für den Interviews schon Routine geworden sind, seit er einst als Praktikant für PZ-news die Menschen vor der Videokamera befragt hat. „Für junge wie für alte Leute soll gleichermaßen etwas Passendes dabei sein“, so Broll.

So spielten die Band „Blankton“ melodiösen Deutschrock im Stile von „Juli“ oder „Silbermond“, während „The First Floor Poets“ eine Mélange aus Jazz und Funk darboten. Sehr Gitarrenlastig die Sounds von „The March Project“, „Spinnefeind“ und „The Gently Tunes“, während der Name des „Elevator Jazz Ensembles“ Programm war. 

Mit Lokalmatadoren von „Slave“ durfte schließlich eine Gruppe den Part des Headliners übernehmen, die sich schon über die Grenzen Pforzheims hinaus einen größeren Bekanntheitsgrad erspielen konnten – im Vorprogramm von „Fury in the Slaughterhouse“ oder im Auftaktprogramm des musikalischen Großereignisses von „The Dome“ in Stuttgart.

Eine Hüpfburg für Kinder, eine Cocktailbar sowie ein Feuerwerk zum Abschluss waren weitere Bestandteile des Programms von Nicole Rauchenberger, die „eine Fortsetzung des Dachfestivals für durchaus im Bereich des Möglichen hält.“ Alexander Jähne