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Das zerstörte Fahrzeug des Unfallverursachers. Er sah das Stauende zu spät, konnte nicht mehr bremsen und entschied sich dafür, auf die mittlere Spur auszuweichen. Dort prallte er auf ein weiteres Fahrzeug, das er auf ein Drittes aufschob.Foto: Seibel
17.03.2016

Acht Personen, darunter vier Kinder, nach Unfall an Stauende schwer verletzt

Zu einem Unfall mit insgesamt acht verletzten Personen ist es am Donnerstagnachmittag um 16 Uhr auf der A8 gekommen. Wegen der Fahrbahnverengung bei Pforzheim-Nord in Fahrtrichtung Stuttgart staute sich der Verkehr auf. Ein Auto war laut Polizei auf dem linken Fahrstreifen unterwegs, als die Fahrerin das Stauende zu spät erkannte und auf das bereits stehende Fahrzeug vor ihr auffuhr.

Bedingt durch die Wucht der Kollision wurden beide Fahrzeuge quer über die Fahrbahn geschleudert und kamen erst auf dem Standstreifen zum Stillstand.

Alle vier Familienmitglieder, die sich im Fahrzeug der Unfallverursacherin befanden, wurden bei dem Aufprall schwer verletzt, weshalb auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz war. Die vierköpfige Familie aus dem anderen Fahrzeug wurde ebenfalls verletzt. Unter den Verletzten waren insgesamt vier Kinder.

Ein Kind mit Wirbelsäulenverletzung wurde mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 43“ ins Städtische Klinikum nach Karlsruhe geflogen. Ein erwachsener Mann wurde schwer verletzt per DRK-Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Bruchsal gefahren. Eine Familie, zwei Erwachsene und zwei Kinder, alle leicht verletzt, kamen zur weiteren Abklärung ins Siloah-Trudpert Klinikum nach Pforzheim. Ein verletztes Kind wurde vom DRK-Rettungswagen sowie dessen verletzte Mutter vom ASB-Rettungswagen in das Helios Klinikum nach Pforzheim gefahren. Ein DRK-Notarzteinsatzfahrzeug, vier DRK-Rettungswagen, der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes (DRK), vom ASB ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Ein Rettungswagen des DRK in Calw befand sich zum Unfallzeitpunkt gerade am Helios-Klinikum und konnte von dort aus den alarmierten Leitenden Notarzt zum Unfallort bringen. Ein Krankentransportwagen von der Ostalb (DRK Aalen) war zufällig gerade auf der Durchfahrt und zur Erstversorgung der Unfallopfer zusätzlich vor Ort. Ebenfalls auf der Durchfahrt meldete der Schwerlast Rettungswagen des DRK aus Karlsruhe seine Einsatzbereitschaft an, konnte im Verlauf aus dem Einsatz ausgebunden werden.

An den Autos entstand ein Schaden von rund 60.000 Euro. Die A8 war wegen des Unfalls in Richtung Stuttgart zeitweise voll gesperrt, da sich der Verkehr auf über 16 Kilometern Länge aufstaute. Da aus den Fahrzeugen Öl und weitere Betriebsstoffe ausgelaufen sind, musste die Fahrbahnoberfläche aufwändig von einer Spezialfirma gereinigt werden. Hierfür blieben zwei der drei Fahrstreifen gesperrt, ehe der Verkehr ab 18.40 Uhr wieder auf allen Spuren uneingeschränkt fließen konnte. Während der Sperrung kam es auch auf den Umleitungen zu Staus. dot/nin/drk