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Baustelle statt Schwimmbad – die Sicherheit geht vor Badevergnügen.
Baustelle statt Schwimmbad – die Sicherheit geht vor Badevergnügen.
27.11.2015

Advent ohne Badespaß: Emma-Jaeger-Bad wohl erst 2016 offen

Wird das Emma-Jaeger-Bad noch vor Weihnachten wieder geöffnet? „Das ist mein Wunsch“, so der Bäderdezernent und Erste Bürgermeister Roger Heidt, der den Fachämtern seine „Bitte“ übermittelt hat, dieses symbolische Zeichen zu setzen nach dem Motto: Es geht wieder aufwärts, Pforzheims Bäderlandschaft liegt nicht mehr in Trümmern – was sie seit dem Brand in der Huchenfelder Sauna samt Kollateralschaden fürs dortige Hallenbad und der Hiobsbotschaft über den katastrophalen Zustand des Stadtbads in der City tut.

„Ein Termin vor Weihnachten ist sportlich“, so Bernd Mellenthin, Leiter der städtischen Eigenbetriebe Stadtverkehr und Goldstadtbäder. Mellenthin hat den besten Einblick in die Materie und bremst seinen Dezernenten in dessen forschem Optimismus. Spätestens seit klar war, dass er die Nachfolge des in den Ruhestand gegangenen Bäderamts-Chef Erich Forstner antreten würde, weitet sich Mellenthins Blick aufs Marode fast täglich. Das schärft den Realitätssinn. Wenigstens haben ihm die Statiker versichert, dass die Decke nicht runterkracht und die Betonpfeiler drei weitere Jahre halten. Ob die Empore noch eine Zukunft hat, ist fraglich. Aber auf der soll ja nicht geschwommen werden – sondern im großen Becken. Und das soll – nachdem allfällige Aufträge ausgeschrieben und ausgeführt sein werden – schnellstmöglich der Fall sein.

Fest steht auch: Das Nichtschwimmerbecken bleibt gesperrt – zu groß ist die Gefahr, dass 120 Tonnen wegen der angefressenen Stützen auf einmal nach unten sacken. „Die Sicherheit geht vor“, haben Heidt und Mellenthin immer wieder gesagt.

Dieser Tage machten sich Vertreter des Bündnisses für Familie auf, Mellenthins Ausführungen vor Ort zu folgen: Doris Möller-Espe, Vorsitzende des Kinderschutzbunds, Hartmut Wagner, Geschäftsführer des Stadtjugendrings, und Maren Bieberich vom Verein miteinanderleben.

„Nach allem, was wir gesehen haben, bezweifeln wir, dass das Schwimmbad vor Jahresende wieder aufmacht“, sagt Möller-Espe. Erneut – wie in einem PZ-Gespräch vor einigen Monaten – fordern sie und Wagner, Oberbürgermeister Gert Hager möge die Bäder-Politik zur Chefsache machen, und rufen namens des Bündnisses die Gemeinderäte dazu auf, die Bäder-Angelegenheit mit Priorität zu behandeln und schnellstmöglich über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

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