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Zu den Protagonisten des Abends gehörte auch das Gitarrenensemble der Jugendmusikschule.   Jähne
Zu den Protagonisten des Abends gehörte auch das Gitarrenensemble der Jugendmusikschule. Jähne
29.11.2015

Adventskonzert der Jugendmusikschule stellt Anti-Terror-Gedanken in den Vordergrund

Die verheerenden Anschläge von Paris mit über 130 Toten sind auch an der Jugendmusikschule Pforzheim nicht spurlos vorbeigegangen: Sollte das Adventskonzert vom vergangenen Samstagabend in der Schloßkirche ganz im Zeichen des Friedens stehen, so wurde diese Veranstaltung zum besinnlichen Mahnmal, um jeder Form von Gewalt, Terror und Extremismus zu entsagen.

Daher seien Kunst und Kultur nicht nur ein Ausdruck der gedanklichen Freiheit, so Musikschulleiter Andreas Michel in seiner Eröffnungsrede, sondern auch der ideale Tröster, um über schwere schicksalhafte Einschnitte wie den in der französischen Hauptstadt hinwegzukommen.

Mit einem Zitat des deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach („Musik ist Erholung für die Seele“) leitete Michel über zum Hauptprogramm, dem Adventskonzert des Friedens, das neben rund 200 Besuchern auch eine Beteiligung von etwa 50 Schülern der Jugendmusikschule verzeichnen konnte.

Besinnlich und weihnachtlich

Lag der Schwerpunkt eindeutig auf besinnlicher Klassik und vorweihnachtlicher Kirchenmusik, so wurde den jungen Protagonisten abermals ein Forum geboten, um dessen Können vor einem breiten Publikum unter Beweis zu stellen: Da eröffnete das Streicherquartett mit dem fast schon barock anmutenden „Diventimento“ aus der Feder von Wolfgang Amadeus Mozart den um mit einem nicht minder besinnlichen „Canzon Seconda / La Lusignuola“ als Blockflötenwerk fortgesetzt zu werden. Träumerische irische Gitarrenklänge erfüllten zu einem „Irish Dance“ von Bruno Szordikowski das Schiff der Kirche, während die Gesangsklasse zu „Macht hoch die Türe“ ihre stimmlichen Qualitäten unter Beweis stellen konnte.

Insgesamt 14 Musikstücke gab es an dem Abend zu hören, wobei der Abschluss dem Jugendorchester mit Werken von Beethoven und Haydn überlassen blieb.

Mit der Entzündung einer Kerze sollte noch einmal den Opfern in Paris gedacht werden, um der Veranstaltung einen zusätzlichen symbolischen Friedenscharakter zu verleihen.