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Widersprechen den Aussagen von Bauherren, die sich ausgebremst fühlen: Ingo Baumann, Sibylle Schüssler und Michael Wolf (von links).  Foto: Meyer 

Ämter der Stadt Pforzheim wehren sich gegen Vorwürfe von Bauherren

Pforzheim. Hart war die Kritik, die den städtischen Ämtern von Bauherren über die Medien entgegenschallte – und erwartungsgemäß wollten Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler, Baurechtsamts-Chef Ingo Baumann und Michael Wolf, Leiter des Planungsamts, das nicht so stehen lassen.

Die „komplexe Melange“ (Wolf) des Bauens und Nachverdichtens in gewachsenen Quartieren bedeute nicht, „herauszuholen, was geht – Hauptsache, es sind aus wirtschaftlicher Sicht ein paar Quadratmeter gewonnen“, so der Stadtplaner. Nicht jedes Bauvorhaben, das Wohnraum schaffe, sei automatisch gut. Manche Dinge seien schon aus Gründen nachbarschaftlicher Vorschriften von Beginn an zum Scheitern verurteilt, ergänzt Baumann. Er räumt ein, nicht alles laufe rund – „aber nicht in den in den Medien explizit aufgeführten Fällen“. Man habe den Bauherren frühzeitig kommuniziert, dass ihr Vorhaben rechtlich gar nicht durchsetzbar sei. Das sei aber ignoriert worden. Es komme hinzu, dass beispielsweise in den 1990er-Jahren das Wohnungsbauerleichterungsgesetz gegolten habe, auf das man sich aber heute nicht mehr berufen könne.

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Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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