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Der äthiopischer Prinz Asfa-Wossen Asserate (links) mit Rotary-Präsident Hans-Peter Haug.
Äthiopischer Prinz beim Rotary Club Pforzheim © Ketterl
19.01.2011

Äthiopischer Prinz beim Rotary Club Pforzheim

PFORZHEIM. Auf Einladung des Rotary Clubs Pforzheim Schlossberg hat der Großneffe des letzten Kaisers von Äthiopien, Prinz Asfa-Wossen Asserate, vor Rotariern dreier Clubs und Mitgliedern von Inner Wheel zur Lage und Zukunft Afrikas gesprochen. Asserate kam 1974 als Student nach Deutschland, wurde als Historiker promoviert, lebt in Frankfurt und arbeitet als Unternehmensberater. Er ist Autor zahlreicher Bücher.

Das bekannteste ist das Buch über „Manieren“. Ein manierliches Behnehmen statt zynischer „Realpolitik“ fordert Asserate auch von den westlichen Ländern im Umgang mit Afrika. Auch wenn die Chinesen auf der Suche nach Rohstoffen schneller, weil skrupelloser seien, dürfe der Westen seine demokratischen Wertmaßstäbe nicht verraten und die Standards nicht über Bord werfen. Asserate fordert eine „ethische Außenpolitik“. Als die „größten Produzenten von Migranten“ bezeichnete er die afrikanischen Gewaltherrscher. Für Afrika sieht er nicht schwarz. Asserate: „Was fehlt, ist eine politische Elite, die nicht daran denkt, wie sich die eigenen Taschen vollstopfen kann.“ Für seine Stiftung „orbis aethiopicus“ erhielt er von den Rotarieren eine Spende von 1000 Euro. ol