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Rettungssanitäter Christopher Pfisterer und Notfallsanitäter Michael Eilzer bei einer gestellten Patientenversorgungsszene im Rettungswagen. Foto: Kneis
Rettungssanitäter Christopher Pfisterer und Notfallsanitäter Michael Eilzer bei einer gestellten Patientenversorgungsszene im Rettungswagen. Foto: Kneis
DRK-Praxisanleiter Sven Thieme (Mitte) beobachtet, wie Alexander Reusch (links) und Jeffrey Krug die gezeigten Abwehrtechniken trainieren. Foto: Kneis
DRK-Praxisanleiter Sven Thieme (Mitte) beobachtet, wie Alexander Reusch (links) und Jeffrey Krug die gezeigten Abwehrtechniken trainieren. Foto: Kneis
11.02.2018

Aggressionen gegen Einsatzkräfte: Wie erleben Notfallsanitäter ihren Alltag?

Pforzheim. Freitagnacht in Pforzheim. Blaulicht zuckt durch die Dunkelheit. Michael Eilzer steuert mit dem Rettungswagen den von der Integrierten Leitstelle übermittelten Einsatzort in der Nordstadt an. „Ey, kannst du nicht wo anders parken?“ Dröhnt es hinter ihm, als er aussteigt. Der Notfallsanitäter des DRK-Kreisverbandes Pforzheim-Enzkreis sieht sich um.

„Das hier ist mein Parkplatz“, brüllt ein wütender Mann aus einem Auto hinter dem Einsatzfahrzeug. „Entschuldigung, das geht jetzt leider nicht, wir müssen zu einem medizinischen Notfall“, ruft ihm Eilzer zu, während er sich seinen Rucksack und das EKG schnappt und zusammen mit seinem Kollegen Richtung Hauseingang läuft. Von den folgenden Schimpfwörtern bekommen die beiden kaum noch etwas mit. Der Herzinfarkt-Patient im dritten Obergeschoss hat Priorität.

Eilzer ist in seiner 18-jährigen hauptamtlichen Tätigkeit im Rettungsdienst mehrfach Zeuge von Aggressionen gegen Einsatzkräfte geworden. „Die Vorfälle waren immer im Zusammenhang mit Alkohol“, erinnert er sich. Es gebe jedoch auch Fälle, in denen es um Aggressionen aufgrund einer Erkrankung geht. „Hier möchte ich einfach darauf hinweisen, dass wir dafür da sind“, betont der Notfallsanitäter. Er ärgere sich vor allem über eine allgemeine Respektlosigkeit. Diese reiche von der aufgerissenen Wagentür, um ein Foto vom Patienten zu schießen, einen unters Auto geworfenen Silvesterböller oder verbale Attacken, wenn es um blockierte Parkplätze beziehungsweise Wege geht.

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