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Julia (Mitte) liest ihrer Gruppe (Andreas, Thomas, Stefanie und Sabrina, von links) am Enzufer aus dem Reiseführer die nächste Herausforderung vor. Foto: Eickhoff
Julia (Mitte) liest ihrer Gruppe (Andreas, Thomas, Stefanie und Sabrina, von links) am Enzufer aus dem Reiseführer die nächste Herausforderung vor. Foto: Eickhoff
Sabrina verschönert mit Blumen parkende Autos an der Bleichstraße, eine Aufgabe aus dem Reiseführer. Foto: Eickhoff
Sabrina verschönert mit Blumen parkende Autos an der Bleichstraße, eine Aufgabe aus dem Reiseführer. Foto: Eickhoff
16.09.2018

Aktion „NEU-Stadt“: Anderer Blick auf eigenen Wohnort

Pforzheim. Spontanität war die Devise. Tangotanz auf dem Waisenhausplatz und gemeinsames Kanon-Singen an der Enz. Für einen etwas anderen Spaziergang durch Pforzheim, selbstbestimmt und mit rätselhaftem Reiseführer in den Händen, haben sich die Freunde Sabrina, Stefanie, Julia, Andreas und Thomas entschlossen. Sie waren eine von mehreren Gruppen, die sich am Samstag an dem Spiel „NEU-Stadt“ beteiligte.

Das Spiel haben die Künstler Daniel Boy, Karsten Michael Drohsel, Tristan Biere und Turit Fröbe von „urbansupergroup Berlin“ direkt auf Pforzheim abgestimmt sowie auf sechs weitere Städte in Baden-Württemberg. Das Projekt entstand in Kooperation mit sieben soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg, darunter dem Kulturhaus Osterfeld.

Aufgaben warten auf dem Weg

In Kleingruppen durften die Teilnehmer selbst entscheiden, welche Routen sie durch die Stadt nehmen wollen, nachdem sie einen gebundenen, eigens erstellten Reiseführer erhalten hatten. Dieser war gespickt mit Aufgaben und Herausforderungen, die die Teams auf ihrer Erkundungstour begleiteten. Dank Andreas und Stefanies Tangokentnissen war es ein Leichtes, sich auf dem Waisenhausplatz der ersten Herausforderung aus dem Reiseführer zu stellen und einen Tango aufs Pflaster zu legen. Gespannte Blicke von Passanten blieben dabei nicht aus. Der 127-seitige Reiseführer ließ den Teilnehmern freie Hand. Entscheidungen konnten widerrufen werden, es konnte an den Ausgangspunkt zum Rathauspavillon zurückgekehrt oder eine andere Route eingeschlagen werden.

Beim Spiel ging es nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern um einen veränderten Blick auf Pforzheim. Zu einem abschließenden Resümee haben sich alle Teilnehmer noch einmal im Kulturhaus Osterfeld zusammengefunden. Die fünf Freunde führte ihr Weg weiter an der Stadtkirche vorbei Richtung Nagold und Stadtpark rein in die Natur. Auf dem Weg wurde ihnen bewusst, „in dieser Ecke von Pforzheim war ich noch nie“ und „die Stadtkirche muss ich auch einmal besuchen“ oder „hier könnte ich mir vorstellen, zu wohnen“. Das Spiel erfüllte sein Ziel, es öffnete den Spielern den Blick auf Pforzheim, wie es sich die Organisatoren vorgestellt hatten.

Mehr lesen Sie am Montag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.