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Auch dieses Jahr werden in Pforzheim und dem Enzkreis gelbe Mützen an Schulanfänger verteilt.
Auch dieses Jahr werden in Pforzheim und dem Enzkreis gelbe Mützen an Schulanfänger verteilt. © Rosendahl
07.09.2011

Aktion "Sicherer Schulweg": Gelbe Mützen helfen schützen

PFORZHEIM. Die Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis verteilt wieder 3200 gelbe Mützen zum Schuljahresbeginn. Auf den Straßen in Pforzheim und dem Enzkreis ereigneten sich nach Angaben von Kriminaloberrat Stefan Hammer im Vorjahr 86 Unfälle mit Kindern (45 in Pforzheim und 41 im Enzkreis). Dabei wurden 15 Kinder schwer und 74 leicht verletzt. Im Schuljahr 2010/2011 wurden acht Schulwegunfälle mit Kindern bis 13 Jahren polizeilich aufgenommen (drei in Pforzheim und fünf im Enzkreis). Dabei verletzten sich drei Kinder schwer und fünf leicht.

Dank der Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis seien die „gelben Mützen“ zum Schuljahresbeginn „eine Marke“ geworden. Das sagte der Pforzheimer Volksbank-Chef Fritz Schäfer am Mittwoch bei einem Pressegespräch im VolksbankHaus anlässlich der diesjährigen Aktion „sicherer Schulweg“. Dies hörte Wolf-Dieter Späth, Vorsitzender der Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis, gerne, „denn jeder Schulwegunfall ist einer zu viel“, sagte er. Die Polizei werde zum Schuljahresbeginn in der kommenden Woche besonders die Umgebung von Bildungseinrichtungen überwachen, kündigte Polizeioberrat Stefan Hammer an. Dabei werde die Geschwindigkeit der Autofahrer gemessen sowie die Gurt-Anschnallpflicht überprüft.

Renate Süß, Leiterin des Staatlichen Schulamts, freute sich über die Aktion der Verkehrswacht, die allen Verkehrsteilnehmern deutliche mache, dass zum Schuljahresbeginn eine besondere Situation bestehe. Jürgen Grein, Leiter der Grund-, Haupt und Realschule in Heimsheim, riet den Eltern, gemeinsam mit den Kindern den Schulweg abzugehen und mit ihnen den besten Weg zu üben.

Joachim Dürr (Verkehrsbehörde der Stadt Pforzheim) kündigte an, in den nächsten Tagen zahlreiche Transparente mit der Aufschrift „Schule hat begonnen“ aufzuhängen. Er appellierte an die Erwachsenen, Vorbild für die Kinder zu sein und bei Rot an der Ampel stehen zu bleiben.Verstärkt werde der Verkehrsüberwachungsdienst eingesetzt, um Geschwindigkeitsübertretungen der Autofahrer an Schulen zu überprüfen. „Wir tun alles, um Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen, und wenn uns Eltern einen Verbesserungsbedarf an irgend einer Stelle melden, werden wir zügig reagieren.“

Oliver Müller, Leiter der Verkehrsabteilung beim Landratsamt Enzkreis, der selbst Vater eines Kindes ist, das eingeschult wird, betonte, wie wichtig es sei, regelmäßig in einen sicheren Schulweg zu investieren. Fritz Schroth vom Bürgerverein Innenstadt riet dazu, vor jeder Schule Schwellen zu installieren, um die Autofahrer zum langsamen Fahren zu zwingen.

Sparkassen-Werbeleiter Ulrich Haag erklärte, dass das Land Brandenburg auf allen Durchgangsstraßen, die an Schulen und Kindergärten liegen, Tempo 30 während der Schulzeit von 8 bis 13 Uhr vorschreibe.

Späth lobte besonders die Sponsoren Volksbank Pforzheim und Sparkasse Pforzheim Calw, die im jährlichen Wechsel die Aktion „sicherer Schulweg“ finanziell unterstützten sowie den Bürgerverein Innenstadt, der anlässlich seines 30-jährigen Bestehens eine Spende an die Verkehrswacht überreicht habe – zum Wohl der Kinder in Pforzheim und dem Enzkreis.