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Nach einem Prinzip des Universalgenies Leonardo da Vinci errichten Alfons-Kern- Azubis eine Brücke aus Kreuzrahmen.
Nach einem Prinzip des Universalgenies Leonardo da Vinci errichten Alfons-Kern- Azubis eine Brücke aus Kreuzrahmen.
Der Renault unterzieht die Brücke einem Belastungstest.
Der Renault unterzieht die Brücke einem Belastungstest.
Frank Goutier und Pilotin Nadine Müller sind sicher, dass die Brücke hält.
Frank Goutier und Pilotin Nadine Müller sind sicher, dass die Brücke hält.
13.03.2016

Alfons-Kern-Schüler fertigen ohne Hilfsmittel ein Holzgeflecht, das ein Auto trägt

Der Mann in der schwarzen Zimmermannskluft mit dem Zylinder auf dem Kopf gibt alles: Frank Goutier ist das, was sie auf einer Show- oder Theaterbühne – wahlweise auf der Mess’ oder dem Hamburger Fischmarkt – eine Rampensau nennen.

Der Zimmerermeister und Lehrer an der beruflichen Alfons-Kern-Schule lockt die Menschen in Scharen an. Das liegt natürlich an dem Projekt, das er mit neun Auszubildenden im ersten Lehrjahr eingeübt hat: Aus rund 200 Kreuzrahmen fertigen sie – ohne Metallverbindung und Nägel – ein Brückengeflecht, über das im Anschluss Nadine Müller vom Autohaus Tri AG einen 1,5 Tonnen schweren Renault Kadjar steuern wird. Auf einer Länge von fünf Metern wird der Asphalt auf dem Messplatz überspannt. Erfunden hat das Prinzip das Universalgenie Leonardo da Vinci vor einem halben Jahrtausend. Goutiers Schüler sind immer für etwas gut: Aktuell verkündet der Ausbilder gegenüber der PZ, dass man für ein gemeinsames Projekt mit Zimmerer-Azubis in der sibirischen Partnerstadt Irkutsk einen Wettbewerb der Europäischen Union gewonnen hat. Die Preisverleihung findet am 3. Mai im VolksbankHaus statt, wenn die Russen erneut in Pforzheim weilen und unter anderem für den Sperlingshof vor den Toren von Wilferdingen einen Geräteschuppen zimmern.