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Die Alfons-Kern-Schule macht Kummer.
Die Alfons-Kern-Schule macht Kummer. © Ketterl
18.03.2011

Alfons-Kern-Schule macht Kummer: Zweifel wachsen

PFORZHEIM. Die Zweifel am Nutzen und der Wirtschaftlichkeit des Privatinvestorenmodells für die neue Alfons-Kern-Schule wachsen. Die im Jahr 2006 errechnete Kostenersparnis von rund 12 Millionen Euro gegenüber einem Schulbau in städtischer Trägerschaft beruhe auf einer völlig willkürlichen Zinsschätzung für künftige Jahre, sagt der Pforzheimer Stadtrat, Unternehmensberater und frühere Mitarbeiter der L-Bank, Michael Schwarz.

Zudem habe die Stadt einen erheblichen Aufwand damit, den zahlreichen Klagen über Mängel nachzugehen und jeweils die Haftungsfrage zu klären. Dieser Aufwand sei als versteckte Mehrkosten zu sehen. Baubürgermeister Alexander Uhlig bestätigte, dass ihm eine rund 800 Punkte umfassende Mängelliste vorliege. Unter anderem gibt es Klagen über die Lüftung. Sie funktioniere so schlecht, dass Schüler Konzentrationsprobleme hätten und ihnen schlecht werde, so Schwarz. Die Stadt bestätigte unterdessen, dass auch schon Schülerinnen umgekippt seien. Dies sei aber vor dem Umzug in die neuen Schulgebäude häufiger geschehen als danach und liege oft auch daran, dass die jungen Frauen morgens mit leerem Magen zum Essen kämen.